dbna-Treffen 2010

In Köln traf sich ein kleiner Teil der dbna-Community. Drei Tage lange macht man zusammen die Stadt unsicher und hinterließ einen bleibenden Eindruck – zumindest bei manchem Kölner Wirt.


© dbna/Florian
Die Sonne hat sich glühend über die Stadt gelegt. Auch der Abend brachte nur geringfügige Kühle. Doch unerschrocken von dieser Hitze trafen sich am Wochenende vom 16. bis 18. Juli 2010 in Köln eine kleine Gruppe von zwölf dbna-Nutzern aus dem deutschsprachigen Raum.

Am Freitagabend trafen sich bereits die ersten zehn Teilnehmer im Eingangsbereich des Hotels Meininger, in dem die meisten auch untergebracht waren. Problemlos kamen alle miteinander ins Gespräch. „Schon hier zeichnete sich für mich ab, dass wir viel Spaß haben würden“, stellte Andi, der als dbna-Supportuser das Treffen mitorganisiert hat, rückblickend fest.


© dbna/Florian
Lockende Cocktailkarte

Vom zentral gelegenen Hotel aus bewegte man sich dann auf der Suche nach Nahrung weiter. Eine ortskundiger Users half dann schnell dieses Grundbedürfnis zu stillen und führte die dbnaler in ein Lokal mit gemütlichen Innenhof, wo man sich dann mit Speisen und Getränken eindeckte. Dank einer üppigen Getränkekarte, die vor allem mit Cocktails lockte, brach das letzte Eis schnell, die Nervosität war verschwunden.

Nach der kleinen Stärkung machte sich die Truppe auf den Weg ins Szeneviertel Kölns, um dort den Rest des Abends in einer Kneipe zu verbringen. Die Wahl fiel auf eine kleine, aber feine Bar mit großen Couchgruppen, welche von den dbna-Usern komplett in Beschlag genommen wurden.

Dort in der MaxBar rannten die nächsten Cocktails die Kehlen herunter und wer das nicht mochte, griff eben zu Kölsch oder auch Cola. Bis tief in die Nacht hinein verweilte man bei guten Gesprächen und laut Gerüchten fanden einige erst bei Tagesanbruch den Nachhauseweg.


© dbna/Florian
Nachzügler aus Österreich

So oder so war für alle die Nacht recht kurz und nach ein wenig Zeit zur eigenen Verfügung trafen die dbnaler sich nach vorheriger Absprache gegen 14 Uhr wieder vor dem Hotel. Dort traf auch der erste Nachzügler aus Österreich ein – damit war die Truppe vollzählig: zwölf Jungs im Alter von 17 bis 26 Jahren, die sich größtenteils nur vom Chatten bei dbna kannten.

Nun stand die Eroberung der Stadt auf dem Plan, die sich vor allem in der Plünderung einer Vielzahl an Geschäften äußerte. So mancher User investierte sein gefühltes Monatsgehalt in Kleidung.

Nach diesem Raubbau am Sauerverdienten und dem Ende der letzten Modenschauen in den Umkleiden, verspürten die etwas älteren der Gruppe schon wieder einen leichten Hunger, so dass sie sich auf die Suche nach etwas Essbarem machten. „Bei der Auswahl hatten wir natürlich unsere eigenen Traumfiguren im Hinterkopf, weshalb wir uns für ein XXL-Restaurant entschieden“, meint der 25jährige Andi grinsend.

Philosophieren am Rhein

Ein anschließender Spaziergang zum Abbau der absorbierten Kalorien endete am Rhein. Dort belegte man ein lauschiges und sonniges Plätzchen auf einer Wiese, um über Politik, Gesellschaft, Musik und vor allem das spätere Abendprogramm zu philosophieren.

Der spätere Nachmittag diente den Einzelnen zur Verwirklichung eigener Interessen: Eis essen, weiter shoppen oder auch ausruhen. Kurz nach 19 Uhr fand man sich ein weiteres Mal vor dem Hotel Meininger ein. Da Pünktlichkeit nun mal eine Tugend ist, die nicht jedem mitgegeben ist, blieb eine kürzere Wartezeit nicht aus.

Als dann auch die letzten Nachzügler eingetroffen waren, ging es erneut auf die Walz. In einem japanischen Restaurant, das bereits ausgekundschaftet worden war, waren Plätze für die Gruppe reserviert worden. Nachdem die Teller dank Stäbchen mehr oder weniger schnell leer geputzt waren, zog man sich erneut zurück ins Szeneviertel, wo die dbnaler sich in der gemütlichen Eckkneipe „Ex Corner“ ausbreiteten.

Auch hier gab es wieder eine Happyhour. Das für alle kuriose: dort gab es für die Hälfte vom Preis das Doppelte an Getränken. „Wirklich verstanden hat das keiner von uns“, meint Andi, der sich dann aber dafür entschied, es einfach als gegeben hinzunehmen.


©
Feuerwerk über dem Rhein vs. "Ex Corner"-Stimmung

Da es leichter ist, einen Sack Flöhe zu hüten als ein Dutzend Schwuler ständig zusammenzuhalten, teilte man sich gegen 23 Uhr kurzfristig und ging unterschiedliche Wege: Während der eine Teil beschloss, zum Rhein aufzubrechen, wo aufgrund der Veranstaltung „Kölner Lichter“ ein großes Feuerwerk stattfand, blieb der andere Teil im „Ex Corner“ und legte dort Dank ausgelassener Stimmung eine super Grundlage für eine lustige Schunkel- und Tanzpartie.

Als gegen Mitternacht alle wieder komplett vereint waren, erreichte die Stimmung ihren absoluten Höhepunkt. Die Wirte schmissen eine Runde nach der anderen für die ausgelassenen dbnaler und sogar unsere etwas merkwürdigeren Musikwünsche wie „Moskau“, „Griechischer Wein“, „Single Ladys“ oder „Einmal um die Welt“ wurden erfüllt.

Ein älteres Pärchen war sogar so begeistert, dass es dem dbna-Verein beitreten wollte. Und wacker wie sie sich beim Tanzen mit den dbnalern geschlagen haben, hätten Sie eine dbna-Ehrenmitgliedschaft allemal verdient.
Auch diese Nacht endete für einige erst in den frühen Morgenstunden.

Katastrophen-Frühstück

Das abschließende Frühstück am Sonntag, für das man sich verabredet hatte, und das bewusst nach hinten geschoben wurde, war jedoch ein recht unerfreuliches Ereignis. Im Lokal angekommen bestellten alle ihr Frühstück und die Getränke. Glücklich konnte sich schätzen, wer das kleine Frühstück bestellt hatte: Nach sage und schreibe anderthalb Stunden erreichte dieses doch noch die Wartenden.

Zwei Brötchenhälften mit Käse brauchen eben ihre Zeit – ein Umstand, der sich dann eben auch auf das Trinkgeld auswirkte. Wer das große Frühstück gewählt hatte, musste noch eine weitere halbe Stunde länger warten. Entschuldigung? Fehlanzeige!

Um nicht in zu große Zeitnot zu geraten, zeigten sich die dbnaler flexibel und solidarisch: Die Usergruppe „kleines Frühstück“ machte sich schon mal auf den Weg zum Hotel, um dort ihre Sachen und die Sachen der Usergruppe „großes Frühstück“ zu packen und die Zimmer zu räumen.

"Nicht das letzte Treffen"

Als sich alle wieder am Hotel zusammengefunden hatten, war die Zeit des Abschieds auch schon wieder gekommen. Andis Resümee: „Schade, dass die Zeit so schnell vorüberging. Es war wirklich ein super tolles Wochenende und mit Sicherheit wird es nicht das letzte Treffen gewesen sein.“


Links zum Artikel

dbna-Forum: Diskussionen zum Usertreffen 2010»