TIMM vor dem Aus

Beim schwulen Fernsehsender könnten bald die Lichter ausgehen. Nach der Insolvenzanmeldung der Betreiberfirma Deutsche Fernsehwerke GmbH ist die Existenz des Senders bedroht. Auch ist unklar, ob der Sendebtrieb noch aufrecht erhalten werden kann.


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Björn Wolfram präsentiert fünfmal pro Woche Nachrichten bei TIMM. Wie lange noch?
Bereits in den nächsten Tagen könnte Schluss sein mit dem ersten schwulen TV-Sender in Deutschland. Laut dem Medienportal dwdl.de droht der Satellitenbetreiber Astra damit, aufgrund ausstehender Zahlungen, das Sendesignal abzuschalten.

Am Mittwoch war die Webseite von Timm zeitweise nicht mehr zu erreichen und leitet auf die Präsenz der Betreiberfirma von Timm, der Deutschen Fernsehwerke GmbH (DFW), weiter. Der Grund hierfür soll aber Serverprobleme sein und habe nichts mit einem Ende des Senders zu tun.


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Eine der wenigen Eigenproduktionen - Die TIMMOUSINE
Vorausgegangen war ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Charlottenburg am Donnerstag letzter Woche. Hintergrund soll nach Angaben des Unternehmens ein „Nachfinanzierungsbedarf“ beim weiteren Ausbau des schwulen Fernsehsenders „Timm“ sein.

Ziel des Insolvenzverfahrens ist die Sanierung des Senders. Ein Gelingen dieser Aktion ist allerdings nicht gesichert. Derzeit wird auch noch diskutiert, ob Timm überhaupt während des Verfahrens seinen Sendebetrieb durchgehend fortführen kann. Eine Äußerung dazu könnte in naher Zukunft erfolgen. Momentan läuft das Programm Timms ohne Veränderungen weiter.

Die weiteren Schritte werden unter der Führung des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Jürgen Wallner, Rechtsanwalt aus Berlin, abgestimmt. Dieser hat zu diesem Zweck Kontakt zu allen Beteiligten aufgenommen.


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TIMM setzt vorallem auf US-Produktionen, wie z.B. "Queer as Folk"
Am. 1. November 2008 startete Timm als Free-TV-Sender, der sich gezielt ein schwules Publikum anspricht. Damit fiel der Aufbau des Senders in die Zeit, als die Situation auf dem Werbemarkt schon angespannt war und immer weiter verschärfte.

Zwar zeigte sich der Chef des Senders und Mitgesellschafter Frank Lukas Horsthemke noch im Dezember 2009 zufrieden und optimistisch, jedoch waren schon zu diesem Zeitpunkt Gerücht über einen weiteren Stellenabbau im Umlauf. Bereits ein gutes halbes Jahr zuvor hatte sich der Sender von nicht wenigen freien und festen Mitarbeitern getrennt.


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Quelle: dwdl.de  Bild: © Deutsche Fernsehwerke, © iotas - www.photocase.de