Rückenwind

Sommerzeit – Urlaubszeit. Gemeinsam verlassen Johann und Robin Berlin um die Brandenburger Wälder, sich selbst und ihre Liebe zu entdecken. Ein Film von Jan Krüger, den sich dbna für euch angesehen hat.


© Edition Salzgeber
Johann und Robin gehen auf Entdeckungsreise.
Strahlender Sonnenscheine, Wärme, Freizeit, frische Liebe – was gibt es da nicht Schöneres als mit seinem neuen Freund die Landschaft und die Natur zu entdecken. Also raus aus der Großstadt Berlin und hinaus in die Welt! Und auch wenn die Welt nur aus den Brandenburger Wäldern besteht, so begeben sich Johann und Robin mit ihren Rädern auf eine Entdeckungsreise.


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Der halbwüchsige Henri bringt Unruhe in die harmonische Zweisamkeit.
Mangel an Organisation

Karten zur Orientierung haben sie dabei, aber an Organisation und Positionsbestimmung mangelt es. Dennoch versuchen sie das Beste aus ihrer Situation zu machen. Die Tage vergehen und als sie nichts mehr zu Essen haben, überfallen sie quasi zwei andere Radwanderer – Improvisation ist alles. Ansonsten baden sie und treiben Schabernack.

Die Stimmung kippt allerdings spätestens zu dem Moment, als sie ihre Räder verlieren. Auf ihrer weiteren Wanderschaft treffen sie auf den halbwüchsigen Henri, der mit seiner Mutter Grit auf einem alten Bauernhof wohnt. Eine neue Phase beginnt, noch unklarer und sich noch mehr in Andeutungen und Anspielungen verlierend als die vorherige.


© Edition Salzgeber
Der Film bekam viele positive Kritiken.
Hochjubelnde Kritiken

„Großes Kino!“ urteilt Frank Noack in der Siegessäule; „(...) sein Erzählen ist aufs Schönste erotisch“, so der taz-Rezensent Ekkehard Knörer; und André Wendler meint in seinem Blog filmundkritik.de, daß man „hier einmal einen Film (findet), der schwules Kino ist, wie wir es uns wünschen.“

Aber ganz ehrlich: diese Kritiken jubeln einen Film hoch, dem Handlung und vor allem Dialoge fehlen. Die „junge Liebe“, die hier dargestellt wird, ist mit sich selbst nicht im reinen, braucht wirklich lange, bis sie offensichtlich wird. Was an Handlung dann doch vorkommt (und hin und wieder an „Das Flüstern des Mondes“ oder auch an „Blair Witch Project“ erinnert), ist verschwommen, wird nur angerissen und erscheint unlogisch. Die Charaktere wirken infantil und oberflächlich; es mangelt ihnen deutlich an Reife und eine Entwicklung findet nicht statt.


© Edition Salzgeber
Schöne Landschaftsbilder bestimmen den Film.
Bezaubernde Landschaft

Die wirklich bezaubernde Landschaft, die Darstellung der Natur, die Kameraführung als auch die interessante Schnitttechnik wiegen diese Mängel leider bei weitem nicht auf. So dürfen wir auf schwules Kino, so wie man es sich wünschen darf – dazu gehören Charaktere mit Entwicklung und Potential sowie greifbare Handlung und spannende, geistreiche Dialoge kombiniert mit den zuvor genannten positiven Facetten von „Rückenwind“ –, noch länger warten.

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Trailer




Film-Bewertungen

So bewerten dbna'ler:
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 Bild: © Edition Salzgeber