Sønner – dunkle Geheimnisse

von Alexander

Pädophilie und Kindesmissbrauch sind immer wieder heiß diskutierte Themen, die Emotionen zum Hochkochen bringen. Der Regisseur Erik Richter Strand hat den Versuch gewagt, diese Problematik auf die Leinwand zu bringen. dbna hat sich das Ergebnis für euch angesehen.

Bild: Salzgeber

Ein Hallenbad in Norwegen wird zum Ausgangspunkt eines folgenschweren Dramas. Der engagierte und aufgeschlossene Lars arbeitet dort zusammen mit seinem besten Freund Jørgen, den er schon seit Jugendtagen kennt und mit dem er seit damals die ein oder andere Erinnerung teilt.

Lars nimmt seine Arbeit ernst, versucht aber den Jugendlichen selbst mit Verständnis zu begegnen. Seine Freunde und auch seine Chefin wissen sein Einsatz zu schätzen.

Ehrgeiz mit fast fanatischen Zügen

Als eines Tages Hans im Schwimmbad auftaucht, werden Erinnerung wach, mit der Beschaulichkeit ist es vorbei. Lars beobachtet ihn und als er den 14jährigen Tim in Hans' Auto heimlich einsteigen sieht, ist er nicht mehr zu halten. Die Handlung nimmt ihre Fahrt wie eine unhaltbare Lawine auf.

Mit der Kamera in der Hand beginnt eine Verfolgungsfahrt, die Beweise bringen soll. Lars' Ehrgeiz, der fast schon fanatische Züge trägt, stößt bei seinen Freunden und Bekannten auf Verständnislosigkeit, dennoch geht er seinen Weg weiter, der unweigerlich mit dem Schicksal des jungen Tim verwoben bleibt.

Bild: Salzgeber

Mehr soll an dieser Stelle über den Inhalt des Films nicht verraten sein. Auf jeden Fall ist dem Norweger Erik Richter Strand ein Meisterwerk gelungen, das sich durchaus kontrovers mit dem heiklen Thema Pädophilie auseinandersetzt. Strand ist der Versuch gelungen, die Folgen jahrelangen Kindesmissbrauchs glaubhaft darzustellen und dabei den Betrachter mitzureißen.

Komplexe Charaktere, die oft irrational von Emotionen und Erinnerungen getrieben handeln, bereichern den Film mit all ihren Facetten und tragen viel zu der lebensechten Darstellung bei. Antworten auf die Fragen, die sich dem Zuschauer aufdrängen, gibt es keine eindeutigen. Der Film lässt Raum zur Diskussion und zu Reflexion. Damit provoziert der Regisseur natürlich, aber erst dadurch verdient er die Preise, die er erhalten hat.

Film regt zur Diskussion an

Wer keine Angst vor kontroversen Themen und schwer verdaubarer Kost hat, dem sei dieser Film ans Herz gelegt. Dabei sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, dass der Film nur mit deutschen Untertiteln versehen und eben nicht synchronisiert wurde, was man als kleines Manko sehen kann, aber nicht muss.

Denn schon allein die Diskussionen darauf sind es wert geführt zu werden! Und das genau ist wichtig: Es muss diskutiert werden.

Film-Bewertungen

Süße Jungs: Schwuler Inhalt:

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19.09.2010
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