A Love to Hide
Sarah ist auf der Flucht. Ihr droht die Deportation durch die Nazis. Aber ihre Urlaubsliebe Jean hilft ihr. Das Problem: Jean ist schwul. Seine Existenz steht deshalb genauso auf dem Spiel wie die von Sarah.

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Ablenkung während der Besatzung. Es gab schwule Tanzlokale in Paris. Aber sie wurden von der GESTAPO überwacht. Nicht selten wurden Schwule dort ausspioniert, um später Beweise für eine Verhaftung zu haben.
Aber dann wird Jean auf die Machenschaften seines Bruders hin festgenommen. Ihm wird ein Verhältnis mit einem deutschen Offizier zur Last gelegt. Kurze Zeit später folgt die Deportation in ein deutsches Arbeitslager, wo er einen rosa Winkel tragen muss. Die Hoffnung auf Jeans Rückkehr schwindet täglich.
Bewegende Premiere beim Filmfestival
„A Love to Hide“ ist neben “Bent“ (1997) der einzige Spielfilm, der sich mit der Schwulenverfolgung im Dritten Reich auseinandersetzt. Er wurde in Frankreich als auch weltweit mehrfach ausgezeichnet. Vom Filmfestival Luchon erzählt Hauptdarsteller Jérémie Rénier (Jean): „Die Zuschauer haben den Kinosaal verlassen, ohne einen Blick zu mir zu wagen. Sie weinten.“ (citeartistes.com)

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Schwule im Arbeits- und Konzentrationslager: In der Lagerhierarchie standen sie ganz unten und bekamen das auch zu spüren.
Lächerliche Nazis statt grausamer Schurken
Allerdings: Schwierig ist der Film, wenn es um die Darstellung der Deportation und des Arbeitslagers geht. Faure bedient gänzlich den Stereotyp des Nazis, wie er im französischen Kino auftaucht: Untersetzter und breitschultriger Körperbau, knolliges Gesicht und ein derber deutscher Akzent. Dadurch geraten die Nazis zu einer Karikatur, was ihnen teilweise ihre Grausamkeit nimmt und sie lächerlich macht.
Trotz dieses Makels: „A Love to Hide“ (im Original „Un amour à taire“) ist sehenswert. Es ist gut, dass es dieser geschichtsaufarbeitende Film fünf Jahre nach seinem Erscheinen nun auch nach Deutschland auf DVD erhältlich ist.
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dbna: Mehr Filme für dein Heimkino»dbna: Das Paradox schwuler Nazis»
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