Kuntergrau

Julian: Nackt vor Mama und Papa

Lange haben die Fans der Webserie KUNTERGRAU auf eine Fortsetzung warten müssen. Im Frühjahr feiert die 2. Staffel Premiere. Bis es soweit ist, stellen wir euch einen der neuen im Cast vor: Julian aus Münster. Ihn und den restlichen KUNTERGRAU-Cast könnt ihr am Wochenende treffen.

Julian ist ganz spontan zum KUNTERGRAU-Casting gefahren.

Julian ist ganz spontan zum KUNTERGRAU-Casting gefahren.

Bild: Inszeniert

Julian, wie würdest du deine Rolle beschreiben?

Philipp ist ein Mensch, der zwar bereits 22 Jahre alt ist, aber immer noch ein wenig unsicher über seine Sexualität und über seine gesamte Persönlichkeit ist. Er kommt aus einem recht gefestigten Verhältnis zu seinem Vater, den er sehr geliebt hat. Und nichtsdestotrotz ist er immer noch in einem postpubertären System gefangen, in dem er nicht weiß, in welche Richtung er irgendwann einmal gehen soll.

Was passt denn an dieser Rolle zu dir?

An dieser Rolle passt, das eigene Ding zu finden. Noch ein bisschen auf dem Weg zu sein und nicht ganz wissen, wo man seinen Platz in der Welt hat.

Mach's mal konkret: Wo begegnet dir das im Leben?

Zum Beispiel beim Studium. Ich habe erst Jura probiert und dann gemerkt: Oh Gott, das ist ja gar nichts für mich. Deshalb mache ich nun lieber Kommunikations- und Politikwissenschaften. Wohin es dann später wirklich geht und was ich damit mache, das ist noch nicht gesagt. Das ist ja ein relativ weites Feld. 


Julian am Set - ein bisschen Make-up muss sein.

Julian am Set - ein bisschen Make-up muss sein.

Bild: KUNTERGRAU

Und vielleicht wirst du auch einfach Schauspieler. Wie hast du vom Casting erfahren?

Die Geschichte war ziemlich lustig. Ich habe mit Daniel (Daresteller von Lukas) geschrieben. Und dann habe ich ihm gesagt: 'Wenn ihr noch Darsteller für Kuntergrau braucht, dann meldet euch doch. So ein bisschen schauspielerische Erfahrung habe ich.' Dann schrieb Daniel mir am selben Tag: 'Julian, heute ist um 16 Uhr in Köln KUNTERGRAU-Casting. Komm doch vorbei.' Ich bin dann wirklich aus der Vorlesung aufgestanden und sofort mit dem Auto nach Köln gefahren. Und das hat ja dann auch geklappt.

Mittlerweile hast du eine ganze Staffel KUNTERGRAU-Dreh hinter dir. Was waren die Herausforderungen dabei?

Die Nacktheit. Die Rolle Philipp ist tatsächlich sehr oft sehr wenig bekleidet. Das ist etwas, woran man sich erst einmal gewöhnen muss: Einerseits beim Dreh, wenn man als Schauspieler nackt ist und der Rest des Teams angezogen bleibt; andererseits wenn ich mich dann auf der Leinwand sehen werde. Das ist schon eine Challenge für mich gewesen.

Und natürlich war auch das Setleben eine Herausforderung: Alle Sätze werden 300.000 Mal wiederholt und alle Szenen aus zig Einstellungen gedreht. Und du musst trotzdem jedes Mal noch total spontan und authentisch klingen. Aber alles in allem war es echt eine super geile Zeit. Ich würde auf jeden Fall dazu nochmal "Ja" sagen.


Der schlimmste Drehtag: Es hat aus Eimern geschüttet.

Der schlimmste Drehtag: Es hat aus Eimern geschüttet.

Bild: KUNTERGRAU

Gibt es ein Highlight, an das du dich gut zurückerinnern kannst?

Ganz ehrlich: Für mich war es immer ein totales Highlight, wenn das Essen kam. Denn meistens haben wir abends gedreht. Aber wir haben uns dann immer getroffen, als es noch zu früh war, um zu Abend zu essen. Dann haben wir stundenlang gedreht und wir waren total ausgehungert. Gerade bei Nacktszenen durfte man zwischendurch ja nichts essen, weil man könnte ja etwas sehen. Aber wenn wir dann am Ende gemeinsam gegessen und uns unterhalten haben, waren das coole Momente.

Und dein Negativbeispiel vom Dreh?

Das war an einem Tag am Biggesee. Es hat alle zwei Minuten wie aus Eimern geschüttet. Es war kalt. Wir mussten in Badehose da sitzen. Das war der schlimmste Drehtag. Echt nicht schön. Aber dann haben wir den Dreh nachgeholt an einem anderen Tag. Es war schön. Es war sonnig. Es war warm. Das war dann, vielleicht auch weil der Kontrast zu diesem schrecklichen Dreh so groß war, der allerbeste Drehtag. Ich glaube, die Bilder sind richtig schön geworden.

Da lassen wir uns gern überraschen. Im Frühjahr steht ja die Premiere an. Wen bringst du alles mit und wen lässt du zu Hause?

Das weiß ich noch nicht (lacht ausgiebig). Auf jeden Fall meine Freunde. Das muss sein. Aber das Problem ist: Ich kann nicht alle mitnehmen. Bewusst lasse ich aber niemanden zu Hause. Es kann sich nachher sowieso jeder auf YouTube ansehen.


Julian ist in KUNTERGRAU oft ohne Klamotten zu sehen - wie hier mit Darsteller Mousti. Das war für ihn eine Herausforderung.

Julian ist in KUNTERGRAU oft ohne Klamotten zu sehen - wie hier mit Darsteller Mousti. Das war für ihn eine Herausforderung.

Bild: KUNTERGRAU

Was ist mit Mama und Papa?

Die werden mit Sicherheit dabei sein.

Da bekommt das mit der Nacktheit eine neue Bedeutung.

Och, das Gute ist: Wir sind da relativ locker. Ich glaube, dass das eher ein Problem mit einigen Freunden wird, die gleichzeitig auch meine Arbeitskollegen sind (lacht herzhaft). Da werden Sprüche kommen.

Wir freuen uns auf jeden Fall mit den Fans auf die Premiere. Jetzt gibt es vorher noch ein Event am 14.01. in Köln, wo jeder die Darsteller von KUNTERGRAU treffen kann. Was passiert da?

Wir machen eine Charity-Aktion mit Lush. Das heißt, wir sind von 12 bis 19 Uhr in Köln im Lush-Shop auf der Hohen Straße und bekommen dort alle Einnahmen für eine Hand- und Bodylotion gespendet, den sogenannten Charity Pot. Und als kleines Dankeschön bekommt von uns jeder Kunde, der den Pot kauft, einen Code zu einer exklusiven Vorschau zur zweiten Staffel geschenkt. Also kommt vorbei!

Viel Erfolg dabei! Wir sind auf jeden Fall auf Staffel 2 gespannt.



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11.01.2017

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