Der Einzelgänger
Das Leben von Holger Fuß war, ja, ist ANDERS, wie er selbst schreibt. Ein Leben mit Höhen, aber auch ganz vielen Tiefen. Aber Holger Fuß könnte seine Geschichte nicht so auf seine Art erzählen, wäre alles nicht so passiert

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"Der Einzelgänger" - Holger Fuß
Schläge bei Nachhilfe
Der neue Freund der Mutter trinkt zwar nicht, dafür wird die Nachhilfe in Mathe von Schlägen begleitet. Holger verbessert sich zwar, aber nicht dauerhaft, denn – in der Schule geht er durch die Hölle. Seine Mitschüler an der Hauptschule mobben ihn, weil er eben nicht der schlankeste ist. Zudem wehrt sich Holger nicht, Gewalt ist für ihn keine Lösung. Lieber nimmt er alle Demütigungen still hin und spricht teilweise erst in seinem Buch das erste Mal davon.
Zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
Mit dem Schulabschluss wird Holgers Leben aber nicht leichter, nun beginnt der Ärger mit seinen Arbeitgebern – mal beschäftigt, mal arbeitslos – und den Männern, bei denen er auch kein glückliches Händchen hat: zwei Linien, die sich kontinuierlich durch sein Leben ziehen.
Holger Fuß hat seine Autobiographie in seinem ganz eigenen Stil geschrieben. Der ist zwar gewöhnungsbedürftig, denn Holger Fuß schreibt als würde er zu einem sprechen, was aber den Autor aber umso liebenswürdiger erscheinen lässt. Dabei ist der 38jährige schonungslos ehrlich, wahrt sich aber zu vielen vergangen Erlebnissen eine gewisse Distanziertheit. Aber je näher man der Gegenwart kommt, desto gefühlvoller, melancholischer und manchmal auch wütender wird der Schreiber.
Ehrenwertes Motiv
Sicherlich ist „Der Einzelgänger“ kein Buch für jedermann, aber Fuß' Motivation, jungen Menschen mit der Darstellung seines Lebens, seiner Erfahrungen zu helfen ist höchst ehrenwert und verdient Anerkennung. Zudem: Wer den Lebensmut, die Lebensfreude und seine doch positive Haltung zum Leben und zu den Menschen so wie Fuß noch nicht aufgegeben hat, der verdient Mitgefühl und eine Umwelt, die diesen besonderen Menschen zu schätzen weiß. Wer Fuß kennenlernen will, der kann dies am besten mit diesem Buch.




