500 Euro für deine Geschichte
Der schwule Literaturwettbewerb JULIT wird zum zweiten Mal ausgeschrieben. 500 Euro locken für die beste Geschichte. Im letzten Jahr räumte ein dbna-User dieses Preisgeld ab.

© Frank Hichert Stiftung
Ausgezeichnet: Der JULIT wurde 2010 erstmals an diese drei Gewinner verliehen. Der Preis soll queere Jungautoren förden.
Yannic, ich habe deine Geschichte gelesen und dachte: Mensch, das ist ja von Sakrileg inspiriert. Junge Menschen kämpfen gegen eine Verschwörung. Wie würdest du denn deine Geschichte beschreiben?
Meine Geschichte ist die Konzentration von Engagement junger Menschen. Junge Menschen stellen neue Kraft, neue Ideen und Innovation dar. Und in dieser Geschichte wird das gebündelt, was mit diesen Dingen, die in jungen Menschen angelegt sind, gemacht werden kann. Das ist ein Szenario, wo dargestellt wird: Das ist möglich. Es kann erreicht werden. Es ist in uns. Wir brauchen niemanden dafür sondern nur uns und den Glauben, dass wir es machen können.
Das ist ja schon eine sehr konkrete Aussage. Wie bist du denn auf diese Idee gekommen?
Ich habe von mir aus so eine Geisteshaltung, dass man sich nicht einfach alles vorschreiben lässt: Man muss alles hinterfragen, man muss kritisch sein.

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Glücklicher Gewinner: dbna-User Yannic Probst bekam den goldenen JULIT. Es ist sein erster Literaturpreis.
Nein, ich habe mir zuerst gedacht: Mein Gott ist der Satz albern. Und dann habe ich mir meine Gedanken gemacht, verschiedene Ideen einfließen lassen und schließlich ein Konstrukt einer Geschichte ausgearbeitet. Ein Skelett sozusagen. Wo spielt es? Wer spielt mit? Welches Thema betrifft es? Es hat immer eines auf das andere aufgebaut. Ich wusste am Anfang eigentlich kaum was. Aber es war dann wie bei einem Baum. Jeder Absatz war wie ein neuer Ast und am Ende war dann ein ganzer Baum.
Stecken in dem Baum auch irgendwelche Wurzeln von dir?
Im Grunde habe ich meine Person auf verschiedene Personen aufgeteilt: Mareike recherchiert viel. Ich recherchiere auch gern viel und gebe das dann gern weiter. In der Lebensgefährtin von Mareike habe ich von mir einen Charakterzug eingebracht, der bei mir noch nicht so ausgeprägt ist: Nämlich das Planen und „in-die-Hand-nehmen“. Björn hingegen ist darin sehr stark. Und das ist so ein Wunschstadium, das ich auch erreichen will.
Tief verwurzelt in dir scheint auch, dass du einfach sehr gut schreiben kannst. Hast du das irgendwann einmal gelernt?
Nein, ich habe am Anfang auch nie gern gelesen. Ich habe mich gequält damit. Und dann kam in der Oberstufe eine Deutschlehrerin, die hat in mir alles freigesetzt: die Liebe zur Literatur und zum Schreiben. Ich habe dann Prosa und Lyrik verfasst, mir das immer wieder angeschaut und auch veröffentlicht. Und so feilte sich das mit der Zeit heraus.
Viel Erfolg beim Weiterfeilen in der Zukunft.
Links zum Artikel
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Bild: © Frank Hichert Stiftung e.V.




