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Cybermobbing greift um sich
Das Phänomen Cybermobbing bleibt aktuell, auch in Deutschland. Jeder fünfte junge Deutsche sieht sich als Opfer. Damit zählt die Bundesrepublik traurigerweise zu den internationalen Spitzenreitern.

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Britische Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren sind dabei in ähnlichem Ausmaß Opfer wie ihre deutschen Altersgenossen. Das ergab eine Studie der Anglia Ruskin University. Betroffen sind dabei aber auch deutlich mehr Mädchen als Jungen.
Nicht nur über soziale Netzwerke im Internet oder sonstigen Communities dort, sondern auch vermehrt über das Handy attackieren sich die Jugendlichen gegenseitig. Beleidigungen in Schrift und Bild greifen um sich, damit der andere verletzt oder bloßgestellt wird. Dabei schrecken die Täter auch nicht vor schikanierenden Videos und peinlichen Bildern zurück, die sie einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Über 18 Prozent der befragten Heranwachsenden mussten diese Methoden über sich ergehen lassen. Nur jeder Dritte war männlich. Das heißt, die deutliche Mehrzahl (69 Prozent) waren Mädchen, die gemobbt wurden. Dabei sind die weiblichen Jugendlichen auch häufiger Zeugen von Mobbingangriffen und auch kennen öfters andere Jugendliche, die selbst gemobbt haben.

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Wer Opfer wird, dessen geistige sowie emotionale Gesundheit leidet. In den meisten der Fälle wird auch das Selbstachtungsgefühl erschüttert, Gedanken an Selbstmord können reifen. Jedes vierte Opfer meidet nach Mobbingattacken die Schule. Fast 39 Prozent schotteten sich von der Außenwelt ab.
Nicht mal die Hälfte sucht nach solchen Mobbing-Attacken auch Hilfe von Außenstehenden. Dabei gibt es genügend Anlaufstellen, auch unter Gleichaltrigen. Wer unter Mobbing leidet, kann sich so an seine Altersgenossen bei www.juuuport.de. Die Helfer dort sind speziell ausgebildet, um kompetent Hilfestellung geben zu können.
Jedoch auch Eltern betroffener Kinder sind größtenteils ratlos, wenn sie mit der Problematik konfrontiert werden. Die Ursache dafür liegt in der geringen Medienkompetenz. Da die Erziehungsberechtigten meist wenig Erfahrung mit dem Medium Internet haben, können sie auch ihre Kinder nicht richtig schützen – auch wenn sie sich der Gefahren durchaus bewusst sind. Dies zeigt eine Erhebung des Sicherheitsdienst SocialShield.

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Danach haben über 40 Prozent der Eltern über Freunde ihres Nachwuchses Vorfälle im Netz mitbekommen. Die Meisten versuchen dann auch – mit fragwürdigen Methoden wie die Experten meinen – ihre Kinder aktiv zu schützen.
Es genügt nicht, online mit dem eigenen Nachwuchs in den sozialen Netzwerken befreundet zu sein und dort die Profile der Kinder zu überprüfen. Auch die Kontrolle des Zugangs zum Rechner ist laut SocialShield unzureichend, denn mit Smartphones oder über Internetcafés ist das Netz jederzeit an jedem Ort verfügbar. Vor allem aber ist nicht die Nutzung der Sozialen Netzwerke durch einen eventuell gemobbten Heranwachsenden das Problem. Vielmehr besteht die Bedrohung durch diejenigen, die z.B. verleumderische Inhalte via Beiträge, Bilder oder Videos veröffentlichen.
Doch Mobbing sowie demütigende bzw. gefährliche Inhalte sind nicht die einzigen Sorgen der Eltern bei der Nutzung von sozialen Netzwerken durch ihre Kinder. Der Kontakt zu Fremden dort, aber auch die Informationen über den Wohnort, die öffentlich eingesehen werden können, stehen mit an der Spitze. So verwenden dann auch zwölf Prozent aller Eltern besondere Programme, um ihre Kinder im Netz zu schützen. Doch wirkliche Vermittlung eines verantwortungsbewussten Online-Verhaltens sowie der Gefahren, die im Netz, aber auch in anderen Medien lauern, gelingt nur, wenn die Eltern dieser Kinder selbst medienkompetent sind.
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Quelle: pressetext.com




