Freitag, 22.07.2005
Wahlkampf
Grüne fordern Homo-Ehe mit gleichen Rechten
Gerade erst hat Bundespräsident Horst Köhler den Weg für die
vorgezogenen Neuwahlen geebnet, da steigen die Grünen auch schon mitten
in den Homo-Wahlkampf ein. In ihrem Wahlprogramm fordern die Grünen die
absolute Gleichstellung von Schwulen und Lesben: "Das
Lebenspartnerschaftsgesetz für lesbische und schwule Paare hat in der
Gesellschaft große Zustimmung gefunden. Damit ist der Boden bereitet,
nun auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, das volle
Adoptionsrecht und die volle rechtliche Gleichstellung von Lesben und
Schwulen in Angriff zu nehmen. Soziale Bindungen wollen wir stärken und
nicht bestrafen. Wir wollen die rechtliche Stellung nichtehelicher
Lebensgemeinschaften verbessern und Rechte und Pflichten in ein faires
Verhältnis bringen."Auch Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion bekräftigte dies gegenüber dem Handelsblatt: "Die finanzielle Förderung des Staates sollte ohnehin stärker kinderbezogen statt familienstandsgebunden organisiert sein", so der Politiker. Langfristig fordert seine Partei eine absolute Gleichstellung homosexueller und heterosexueller Partnerschaften. Die Grünen werben darum, dass Deutschland dem Beispiel Spaniens und Kanadas folgen solle, um das fünfte Land der Welt zu werden, dass die Zivilehe für Schwule und Lesben öffnet und auch die Adoption ermöglicht.
Ferner fordern die Grünen auch, alternative Lebensweisen als elementaren Bestandteil in den Schulunterricht mit aufzunehmen, um Toleranz und Akzeptanz zu schulen und zu fördern.



