Montag, 15.08.2005

Demo für Rechte

Australische Schwule und Lesben fordern die Homo-Ehe

Am vergangenen Wochenende gingen in allen größeren Städten Australiens tausende Schwule und Lesben auf die Straßen und demonstrierten für mehr Rechte - insbesondere forderten sie die Einführung einer Homo-Ehe. Der "National Day of Action" - wie die landesweite Demonstration von den Veranstaltern genannt wurde - fiel damit auf den Jahrestag der Einführung des "Marriage Amentmant Acts" von 2004, der eine Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definierte und damit eine rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften abwies.

In Sydney gingen etwa 600 gleichgeschlechtliche Paare auf die Straßen, in Melbourne waren es rund 400 Paare. "Das Heiratsverbot aus dem vergangenen Jahr war eine Entscheidung die auf Diskriminierung und Vorurteilen gegenüber Lesben und Schwulen basierte, eine Entscheidung die behauptet, unsere Liebe sei nicht vergleichbar.", so Julie McConnell, Mit-Organisatorin der Demonstration in Sydney.

Mit den Protesten wollen die Veranstalter auf diese Diskriminierung aufmerksam machen und aufrütteln, da es inzwischen in vielen Ländern eine Homo-Ehe gebe und in den Niederlanden, Belgien, Spanien und Kanada sogar eine absolute Gleichstellung erreicht sei.


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