Freitag, 29.01.2010

Bald Schwule in US-Armee erlaubt?

Überfällige Änderung soll in Kürze folgen


© iStockPhoto.com / domhnall20
Schwule dürfen in den USA künftig auch offiziell dienen.
(dbna.de / n-tv.de) In der kommenden Woche will US-Verteidigungsminister Robert Gates dem US-Kongress Vorschläge zum Ende des Homosexualitätsverbots in der Armee der Vereinigten Staaten präsentieren. US-Präsident Barack Obama hatte angekündigt, dass die Abschaffung des bisherigen Gesetzes komme. Zusammen mit dem Generalstabschef Michael Mullen entwerfe Gates daher derzeit Pläne, wie eine Umsetzung aussehen könne, so der Sprecher Gates', Geoff Morrell. „Anfang der kommenden Woche“ würden nähere Ausführungen zu diesen Maßnahmen folgen.

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In seiner Rede an die Nation hatte Obama kundgetan, dass er mit Armee und Kongress zusammenarbeiten wolle, damit das Gesetz abgeschafft werde. Eine Erneuerung seines Versprechens, die umstrittene Regelung zu tilgen, war bereits im Oktober 2009 vollzogen worden. Dies geschah im Rahmen einer Veranstaltung der größten Homosexuellen- Organisation der Vereinigten Staaten (dbna berichtete).

Im Moment gilt innerhalb des US-Militärs noch die Regel „Nichts fragen, nichts sagen“. Danach dürfen Homosexuelle innerhalb der Streitkräfte dienen, aber nur solange sie ihre sexuelle Veranlagung weder ausleben noch erzählen. Dieses Duldungsreglement war in den 1990er Jahren unter dem damaligen demokratischen Präsidenten Bill Clinton in Kraft getreten. Dies eröffnete Homosexuellen erstmals die offizielle Option, Militärdienst leisten zu dürfen. Allerdings wurden nach Angaben von Bürgerrechtsorganisationen seidem tausende Soldaten aus der US-Armee entlassen, weil sie sich geoutet und zu ihrem Schwulsein bekannt hatten.


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Quelle: n-tv.de