"Mut zur Schwäche"
Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw nimmt im Interview mit dem Magazin
BRIGITTE Stellung zu den Tabuthemen des Fußballs: Depression und
Homosexualität.
Der Bundestrainer zeigte sich überzeugt, dass wir alle gut daran tun würden, wenn wir mit vermeintlichen Schwächen offener umgingen. Dies habe auch der Tod Robert Enkes gezeigt.
Enke, der an Depressionen litt, nahm sich im November 2009 das Leben. "Es war gut, dass wir alle nach dem Tod von Robert inne gehalten haben. Vielleicht hat sich dadurch etwas verändert. Dass der Fußball sensibler geworden ist und es eine gewisse Toleranz und ein gewisses Verständnis gibt", sagte Löw in einem nachdenklichen Ton.
Ebenso nach „Jogi“ Stellung zum Thema Homosexualität im Fußball: "Das ist Privatsache. Ob ein Fußballer das nach außen gibt oder nicht, muss er immer selber entscheiden. Keiner kann und darf einen anderen dazu veranlassen, sich in der Öffentlichkeit zu outen, wenn dieser darin ein Problem sieht." Allerdings denke er, dass sich in den nächsten Jahren ein Wandel im Umgang mit Homosexualität im Fußball vollziehen wird: "Was heute in der Politik möglich ist, war vor 20 Jahren doch auch noch nicht denkbar. Jetzt sind wir Trainer, die Manager, die Vereine, eben alle, die in der Verantwortung stehen, dahingehend gefordert, dass wir die Menschen im Stadion und vor dem Fernseher sensibilisieren."
Quelle: presseportal.de





