Radcliffe gegen Homophobie
Daniel Radcliffe intensiviert sein Engagement gegen Homophobie. Für das US-amerikanische Trevorprojekt tritt er nun in einem Spot auf und stellt sich ganz klar gegen jede Form der Intoleranz.

© PR-Photos
Daniel Radcliffe, 20
„Ich habe immer jeden gehasst, der Schwulen, Lesben oder Bisexuellen keinen Respekt zeigt“, so Radcliffe gegenüber dem Magazin „E! Online“. „Als ich aufwuchs, kannte ich eine Menge schwuler Männer, und das war nie etwas, über das ich groß nachdachte“, sagte der Jungschauspieler weiter.
„Und dann ging ich auf die Schule und habe zum ersten Mal Homophobie erlebt. Das habe ich nie zuvor beobachtet. Ich war schockiert.“
Jetzt sei er in der „glücklichen Position“, durch seine Bekanntheit und sein Engagement eine Änderung herbei zu führen. Dass er sich für das Projekt einsetze, zeige den Jugendlichen zusätzlich, dass es auch heterosexuelles Engagement gibt und sich auch Heterosexuelle sich um sie kümmern, bekundete der 20-jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur AP.
Gerüchten, er sei selbst schwul, hat Radcliffe in der Vergangenheit mehrmals widersprochen, ohne homophob zu wirken. Aufwind haben im letzten Jahr die Spekulationen erhalten, als der britische Millionär mit einer transsexuellen New Yorker Sängerin gesehen worden war.
Rückhalt durch Prominente
Bereits im letzten Jahr hat Radcliffe dem Trevor-Projekt, welches den Spot verantwortet, großzügig gespendet (dbna berichtete). Dabei kommt der Organisation zahlreiche Unterstützung durch Prominente zu: unter anderen Jodie Foster, Sharon Stone und Meg Ryan, die Sängerinnen Annie Lennox, Britney Spears und Avril Lavigne und die Hotel-Erbin Paris Hilton.
Gleichfalls hat der Komiker Sacha Barin Cohen für die Hotline gespendet. In den Vorstand wurden zudem vor kurzem der Drehbuchautor Dustin Lance Black ("Milk") und der Schauspieler Neil Patrick Harris gewählt.
Das Trevor-Projekt ist eine 1998 gegründete gemeinnützliche Organisation, die in den Vereinigten Staaten ein landesweites 24-Stunden-Notfalltelefon für Homosexuelle anbietet. Zudem organisiert man immer wieder Aufklärungsveranstaltungen für Eltern und Lehrern.
Ein weiteres Angebot stellt seit einigen Jahren die Internetseite „TrevorSpace“ dar, ein aufmerksam kontrolliertes soziales Netzwerk. Weitere Informationen und Aufklärung bietet der projekt-eigene Youtube-Kanal. Das Trevor-Projekt will dabei vor allem suizidgefährdete homosexuelle Jugendliche erreichen.
Über das erhöhte Selbstmordrisiko von homosexuellen Jugendlichen sind in den letzten Jahren immer wieder Studien erschienen. In Neuseeland kam dabei zum Vorschein, daß die Rate der Selbstmordversuche schwuler, bisexueller und lesbischer Schüler mit 20 Prozent im Vergleich zu den heterosexuellen Altersgenossen fünf Mal höher ist.
Links zum Artikel
Netzauftritt des Trevor-Projekts»Netzauftritt TrevorSpace»
dbna-Meldung: Radcliffe unterstützt Schwulen-Notruf»
Quelle: queer.de/PinkPaper




