Homosexualität in den Lehrplan
Die badenwürttembergische Grüne-Landtagsfraktionssprecherin Brigitte Lösch fordert eine Verankerung von Homosexualität in den Bildungsplänen des Landes. So solle Homophobie bereits in der Schule vorgebeugt werden. Dazu will Lösch eine landesweite Umfrage, um die Ausmasse schwulenfeindlicher Gewalt im Südwesten zu ermitteln.

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Homosexualität soll ein Thema auf den Lehrplänen werden.
Derzeit bestimmt ausschließlich jeweilige Lehrer darüber, ob im Unterricht auch schwule und lesbische Lebensweisen behandelt würden, teilte Lösch mit Hinweis auf eine Regierungsantwort zu einer entsprechenden parlamentarischen Anfrage der Grünen mit. Deswegen habe diese Thematik durch den Bildungsplan als auch bei der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte verbindlich vorgegeben zu sein.
„Sexualität“ meine jede sexuelle Orientierung
Das Kultusministerium hob dagegen hervor, das Gleichgeschlechtlichkeit zwar nicht gesondert in den Bildungsplänen erwähnt werde, jedoch sei selbstverständlich mit „Sexualität“ jede sexuelle Orientierung eingeschlossen.
Wegen der hohen Dunkelziffer bei gewalttätigen Übergriffen gegen Schwule und Lesben forderte Lösch zusätzlich noch eine landesweite Umfrage, um die tatsächlichen Ausmasse dieser Gewalt herauszufinden. Fünfzehn homophobe Straftaten in fünf Jahren in Baden-Württemberg ständen in einem krassen Missverhältnis zu der bundesweiten Umfrage, bei der bis zu 35 Prozent der befragten Schwulen angaben, schon einmal Opfer schwulenfeindlicher Gewalt geworden zu sein. Polizeiliche Schätzung gehen davon aus, dass 90 Prozent der Opfer eine solche Tat nicht anzeigen. Für eine solche Erhebung zeigte sich die Landesregierung dem Bericht zufolge offen.
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