Verbot von Homo-Ehe verfasssungswidrig

Ein landesweites Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehe ist nach Ansicht eines US-Bundesgerichts verfassungswidrig. Der Defense of Marriage Act (Doma; übersetzt: Gesetz zur Verteidigung der Ehe), den der Kongress in Washington 1996 verabschiedete, stellt für Richter Joseph Tauro eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Bundesstaaten dar.


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Urteil: Landesweites Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen ist verfassungswidrig.
Ein landesweites Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen ist nach Ansicht eines US-Bundesgerichts verfassungswidrig. Der Defense of Marriage Act (Doma; übersetzt: Gesetz zur Verteidigung der Ehe), den der Kongress in Washington 1996 verabschiedete, stellt für Richter Joseph Tauro eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Bundesstaaten dar. Die Entscheidung über die Zulässigkeit von Ehen zwischen Homosexuellen läge alleine bei den Staaten, so Tauro am Donnerstag. 60 Tage hat nun die Regierung Zeit, wenn sie gegen das Urteil Einspruch einlegen möchte.

Gleichgeschlechtliche Ehen werden von US-Präsident Barack Obama abgelehnt, dafür finden eingetragene Partnerschaften seine Unterstützung. In fünf Staaten ist die gleichgeschlechtliche Ehe legal: Massachusetts (seit 2004), Connecticut (seit 2008), Vermont, Iowa (beide seit 2009) und New Hampshire (seit 2010). Ebenfalls seit diesem Jahr können Homosexuelle auch in Washington D.C. heiraten.

Eine besondere Situation besteht in Kalifornien. Dort wurden im Winter 2004 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen, welche allerdings noch im selben Jahr von Kaliforniens Oberstem Gerichtshof für unwirksam erklärt wurden. Nach einem erneuten Urteil genau des gleichen Gerichts durften von Juni 2008 bis November 2008 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen werden. Eine Volksabstimmung führte jedoch zu einer Verfassungsänderung, womit diese Praxis illegal wurde. Aber: Die in jenem Zeitraum geschlossenen Ehen wurden von der Volksabstimmung nicht tangiert und werden somit weiterhin anerkannt.


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