Erfolgreicher Laborversuch
Mit zwei neu entdeckten menschlichen Antikörpern gelang es US-Forschern nahezu alle bekannten Stämme von Aids-Viren zu bremsen. Nun hoffen die Wissenschaftler, auf dem Weg zu einem Impfstoff ein gutes Stück weitergekommen zu sein.

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US-Forschern konnten nahezu alle bekannten Stämme von Aids-Viren bremsen.
„Die Entdeckung dieser extrem breit neutralisierenden Antikörper ist ein aufregender Fortschritt, der unsere Bemühungen um die Entwicklung einer präventiven HIV-Impfung für den weltweiten Einsatz beschleunigen wird“, so Anthony S. Fauci, Direktor des NIH-Instituts für Allergologie und Infektionskrankheiten (NIAID) in Bethesda.
Die Entwicklung eines HIV-Impfstoffs gestaltete sich bisher gerade deswegen schwierig, da sich das Virus ständig verändert. Dies ist auch die Ursache für die weltweit unzähligen Varianten der Immunschwächekrankheit. Die jetzt entdeckten Antikörper würden sich „an einen praktisch unveränderlichen Teil des Virus anheften, und das erklärt warum sie eine so außerordentlich große Zahl von HIV-Stämmen neutralisieren können“, erklärte der Vizedirektor des Vaccine Research Centers (VRC) am NIAID, Mascola.
Die Antikörper waren von den Forscher aus dem Blut eines HIV-infizierten Patienten isoliert worden. Sie verwandten dafür ein eigens modifiziertes HIV-Protein. Die Andockstelle des Virus wird von VRC01 und VRC02 blockiert: diese Andockstelle benötigt das Virus, um sich an die Zelle zu heften, die es infizieren will. Wenn diese CD4-Bindestelle besetzt ist, kann das Virus nicht an der Zelle andocken.
Quelle: welt.de
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