Gay Games eröffnet
Die Gay Games in Köln sind das lesbischwule Großereignis im Jahr 2010. Mehr als 9000 Sportler kamen aus aller Welt, um an den Wettkämpfen teilzunhemen.

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Sportler aus insgesamt 70 verschiedenen Ländern waren in farbenfroh geschmückt.
Die Gay Games zeigen Respekt statt Privilegien
Die Eröffnungsrede für die Gay Games hielt Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Gleich zu Anfang seiner Rede mischten sich in den Applaus beharrlich Buhrufe hinein. Westerwelle betonte in seiner Rede, dass es bei den Gay Games nicht darum gehe, sich zu isolieren. „Wir fragen nicht nach Privilegien. Wir fragen nach Respekt“, was vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert wurde.

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6.000 männliche und 3.000 weibliche Athleten nehmen an den Gay Games teil.
Zweiter prominenter Redner war an diesem Abend Matthew Mitcham, Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele in Peking. Er sprach bei der Eröffnungszeremonie den Eid der Gay Games stellvertretend für alle männlichen Athleten. Von diesen sind insgesamt 6000 vertreten. Hinzu kommen 3000 weitere Frauen. Die meisten Sportler kommen aus Deutschland, gefolgt von den USA und Großbritannien. Das kleinste Team kommt mit nur einem Sportler stellt Tanzania.
Kommt nach den Games die Insolvenz?
An eine Sache dachte am Abend der Gay Games noch keiner. Doch wer das etwa nur halb ausverkaufte Rhein-Energie-Stadion sah, dem könnten Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der Gay Games können. Dies zeigt auch ein Blick in die Geschichte der Games. Die je einwöchigen Sportveranstaltungen haben in der Vergangenheit häufig einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Bei den Gay Games in Vancouver 1990 ging die Betreiberfirma nach Ende der Spiele in die Insolvenz. Schuldenvolumen: 80.000 US-Dollar. Bei dieser kleinen Summe blieb es in den Folgejahren allerdings nicht. Die ungedeckten Kosten kletterten auf über eine Million US-Dollar. Den Negativrekord fuhr Amsterdam 1998 mit einem Minus von mindestens 1.800.000 US-Dollar ein. Wie es um die Finanzsituation nach den Kölner Spielen aussieht, wird sich zeigen müssen. Zu hoffen bleibt, dass sich Köln nicht in diese Negativliste einreihen muss.




