Versicherungskonzern Arag: Das ist Liebe

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Nach "Machen" kommt "Lieben": Währenddessen erscheint ein schwules Paar, offensichtlich bei ihrer Hochzeit.
© Youtube/Arag SE

Jetzt hat auch ein Versicherungskonzern entdeckt, dass schwule Männer eine profitable Zielgruppe sind: Arag wirbt in seiner neuen Kampagne mit schwuler Liebe.

Schwule Männer sind in der Werbung keine Seltenheit mehr. Zum Glück werden sie mittlerweile meistens klischeefrei dargestellt. Nämlich einfach, wie eben zwei Menschen, die sich lieben.

Bislang haben vor allem Konsumgüter erkannt, dass Schwule eine profitable Zielgruppe sind. Immerhin gehören sie - in der Regel zumindest - zu den sogenannten DINK: Doulbe Income, No Kids: Doppeltes Einkommen, keine Kinder. Das heißt, sie haben viel Geld, das sie für einen neuen VW, Möbel von IKEA oder Zwieback von Brandt ausgeben können.

"Auf ins Lieben": Ein schwules Paar gibt sich das Ja-Wort

Anscheinend hat jetzt die Versicherungswirtschaft erkannt, dass Schwule nicht nur Autos oder Möbel shoppen wollen. Nein, Homosexuelle bilden richtige Partnerschaften, die sich auch über Dinge wie Kranken-, Lebens- oder Rechtsschutzversicherung Gedanken machen müssen.

In dem recht modern gestalteten Imagefilm "Auf ins Leben" taucht deshalb nach "Auf ins Machen" und einem gefönten Minihund und vor "Auf ins Lachen" mit einem wiehernden Pferd deshalb ein schwules Paar auf. Im Anzug. Und irgendwie in einer Kirche: Auf ins Lieben.

Schwule beliebter in der Werbung als Lesben

Auf der dazugehörigen Internetseite heißt es: "Gleichgeschlechtlichen Partnern stehen alle Türen zu einer rechtmäßigen Verbindung fürs Leben offen." Danach folgen Infos und Tipps rund um Unterhaltspflichten, Erbe und Ehegattensplitting. Auch über Möglichkeiten der Adoption informiert der größte deutsche Versicherer in Familienbesitz.

Auffällig ist nur, dass sowohl in dem Werbespot der Agentur BBDO als auch auf der Seite ein schwules Paar abgebildet ist. Auf der Homepage erscheinen immerhin weiter unten Frauen, die sich lieben. Dennoch scheinen Männer immer noch die beliebtere Zielgruppe zu sein. Dabei will eine Studie letztes Jahr sogar bewiesen haben, dass Schwule tendenziell weniger verdienen als ihre heterosexuellen Kollege, Lesben dagegen mehr.

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Artikel veröffentlicht: 13.04.2016
Bildquellen: Youtube/Arag SE