Mit Pokémon Go gegen Schwulenhasser

Kai Witvrouwen Von Kai Witvrouwen

Die neue Nintendo-App hat inzwischen fast jeden Smartphone-Nutzer zum angehenden Pokémon-Trainer konvertiert. Eine christlich-fundamentalistische Vereinigung aus den USA will damit für die eigene Sache werben. Doch es gibt bunten Widerstand.

Pokémon Go ist dabei, die Welt zu erobern – und macht dabei auch vor Fundamentalisten nicht Halt. Denn auch die Westboro Baptist Church in Topeka (Kansas) wurde zufällig zur Arena, in der Pokémon-Trainer ihre Monster gegeneinander kämpfen lassen

Die fundamentalistische Kirche ist berüchtigt für ihre Angriffe auf die LGBTIQ*-Community: Sie machen unter anderem Schwule und Lesben für den bevorstehenden Untergang der Welt verantwortlich.

Die Botschaft der Fundamentalisten: „Gott hasst Schwule“

Außerdem protestiert sie häufig bei CSD-Paraden in den USA. Mit ihren hasserfüllten Botschaften wie „Gott hasst Schwule“ und „Gott hasst den Pride“ schrecken sie vor nichts zurück. Sogar über das Attentat in Orlando freuten sie sich.

Die Hassprediger aus Kansas bekamen jetzt die Quittung in der neuen Pokémon-App: Ein Piepi mit dem Spitznamen „LoveIsLove“ bewacht momentan ihre Kirche. Das rosa Monster muss nun erst mal von einem anderen Trainer besiegt werden. Natürlich wird die LGBTIQ*-Community dafür sorgen, dass es bleibt, wo es ist. 

Protest mit Pokémon

Auf Vine hat sich die Westboro Baptist Church inzwischen dem Poké-Hype angeschlossen und nutzt Pikachu, Pummeluff und Co. für ihre Zwecke. Ein Vertreter der Kirche, Steve Drain, sagte USA Today: „Wir versuchen jede Sprache zu sprechen, die gesprochen wird“ –   dazu gehören wohl auch Pokémon. Aber von denen lassen wir uns den Spaß sicherlich nicht verderben.

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Artikel veröffentlicht: 15.07.2016