Cousin der Queen outet sich als schwul

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Lord Ivar Mountbatten ist seit letztem Jahr mit einem Mann zusammen. Seine drei Töchter kommen damit klar.
© Bridwell Devon

Lord Ivar Mountbatten, ein Cousin dritten Grades von Queen Elizabeth II., hat sich als schwul geoutet. Seit einem Jahr ist er mit einem Mann zusammen. Er ist das erste Mitglied der erweiterten Königsfamilie, das damit an die Öffentlichkeit geht.

Zum ersten Mal hat sich ein Mitglied aus der erweiterten britischen Königsfamilie als schwul geoutet: Lord Ivar Mountbatten, 53, Urururenkel von Queen Victoria und Cousin dritten Grades der amtierenden Königin Elizabeth II., ist an Männern interessiert.

Das hat er der britischen "Mail on Sunday" erzählt, nachdem andere Medien über ihn recherchiert haben. Denn Ivar Mountbatten lebt seit letztem Jahr mit einem anderen Mann zusammen. Er und James Coyle haben sich beim Skifahren kennengelernt.

Er fühlt sich noch nicht ganz wohl, schwul zu sein

Von seiner Frau Penelope Anne Vere Thompson ist der 53-Jährige seit 2011 geschieden. Die beiden haben drei Kinder gemeinsam. Sie wusste immer von seiner sexuellen Orientierung: "Penny wusste Bescheid, bevor wir geheiratet haben", sagte Mountbatten der Zeitung. "Ich habe ihr gesagt, dass ich bisexuell bin, dass ich beide Seiten attraktiv finde. Sie hat das verstanden, und dafür werde ich ihr immer dankbar sein."

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Jahrelang war er sich wegen seiner sexuellen Orientierung unsicher. Das Coming-out hat ihn erleichtert: "Ich bin heute viel glücklicher", erzählt er. "Trotzdem fühle ich mich noch nicht zu 100 Prozent wohl damit, schwul zu sein."

Seine Töchter haben nichts gegen ihren schwulen Vater

Dass er erst jetzt an die Öffentlichkeit geht, habe nichts mit seiner adeligen Familie zu tun, betont er.  "Als ich aufgewachsen bin, war das bekannt als die Liebe, deren Namen man nicht auszusprechen wagte", erklärte er. "Es ist großartig, wie weit wir uns mittlerweile in Sachen Akzeptanz entwickelt haben."

Im Königshaus sorgte das Coming-out nicht für großes Aufsehen. Und auch seine drei Töchter kommen mit ihrem schwulen Vater klar: "Sie lieben auch ihre Familie des 21. Jahrhunderts. Ihr Vater hat einen Freund – es ist so kompliziert und so einfach zugleich. Aber James gefunden zu haben bedeutet für mich, nicht mehr lügen zu müssen und nicht allein alt werden zu müssen."

Warum wir über Coming-outs wie dieses berichten, erfährst du hier.

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Artikel veröffentlicht: 24.09.2016