Seite für Seite für Orlando

Von Toffer Thanu
Batwoman, eine lesbische Comicheldin, gezeichnet von Rafael Albuquerque für "Love is Love".
© DC Comics/IDW Publishing

Die Comic-Community vereint sich im Sammelband "Love is Love", um der Opfer des Attentats in Orlando zu gedenken. Über hundert Comiczeichner wirken an dem wohltätigen Projekt mit. Den Erlös spenden die Verlage.

Sie schreiben Geschichten von großen Superhelden. Nun vollbringen sie selbst eine Heldentat: Die zwei großen Comicverlage DC Comics und IDW Publishing vereinen ihre Kräfte für ein gemeinsames Projekt. Um den Opfern des Orlando-Attentats (dbna berichtete) zu gedenken, arbeiten die beiden Verlage an einem Sammelband mit dem Titel "Love is Love".

Die Erlöse spenden sie an "Equality Florida", eine LGBTIQ*-Aktivistengruppe. Der Verein unterhält einen Fonds für die Überlebenden des Orlando-Attentats. Der hauptverantwortliche Redakteur von „Love is Love“ ist Marc Andreyko, der schon in der Vergangenheit bei DC Comics für die Solo-Serie des lesbischen Charakters Batwoman schrieb.

100 kurze Geschichten für 49 Opfer

"Ich bin ein Kind der 80er. Ich wuchs mit ‚We are the World‘ und ‚Live Aid‘ auf", sagte Andreyko im Interview der New York Times. "Ereignisse wie dieses sollten (...) weh tun und wir sollten uns zum Besseren ändern wollen“, ergänzte er.

Der Sammelband "Love is Love" wird 100 ein- bis zweiseitige Geschichten beinhalten. Insgesamt 144 Seiten stark soll der Titel sein. Über hundert Comicschaffende werden gemeinsam daran mitarbeiten.

Orlando-Attentäter tötete 49 Menschen

Namhafte Künstler kündigten über Twitter ihre Mitarbeit an. So zum Beispiel Steve Orlando, der zuletzt bei DC Comics mit der Serie um den schwulen Superhelden "Midnighter" großen Erfolg erzielte. Im Dezember dieses Jahres soll der Titel "Love is Love" erscheinen und für 9,99 Dollar erhältlich sein.

In der Nacht des 12. Juni ereignete sich einer der schlimmsten Anschläge innerhalb der USA seit dem 11. September 2011 (dbna berichtete). Im „Pulse“ in Orlando, Florida, deren Besucher an diesem Abend vor allem der queeren Latino-Community angehörten, wurden durch einen bewaffneten Angreifer 49 Menschen getötet und viele weitere verletzt.

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Artikel veröffentlicht: 21.09.2016