Spaziergang auf dem Regenbogen

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
100 Meter lang ist der "Pride Walk" in Adelaide.
© Facebook/City of Adelaide

Im australischen Adelaide wurde der „Pride Walk“ eingeweiht: Ein einhundert Meter langer Weg für Spaziergänger in den Farben des Regenbogens. Der sieht nicht nur schön aus, sondern vermittelt auch Wissen über die queere Geschichte. Doch es ist noch Platz.

Passend zur Pride Parade und zum queeren Filmfestival hat Adelaide im Süden Australiens eine Attraktion mehr. Mit dem „Pride Walk“ feiert die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia die LGBTIQ*-Community.

Einhundert Meter lang ist der Regenbogenweg. Darauf sind die Meilensteine der LGBTIQ*-Community mit Jahreszahlen vermerkt. Der ehemalige Senator und Stadtrat Robert Simms hat den Weg am Freitag eröffnet. Mit dabei war Bürgermeister Martin Haase und Kylie Minogues jüngerer Schwester Dannii Minogue.

Es ist noch Platz auf dem Pride Walk

„Wir haben hier in Südaustralien eine stolze Geschichte zu erzählen – wir waren der erste Staat im Land, der Homosexualität entkriminalisierte“, sagte Simms. „Das Projekt ist eine Erinnerung daran, wie weit wir in Hinblick auf Gesetzesreformen für die australische LGBT-Community gekommen sind, es erinnert aber auch daran, dass dieser Regenbogen nicht zu Ende ist und wir noch Arbeit vor uns haben“, ergänzte er.

Damit meint er, dass in Australien die Verpartnerung von Schwulen und Lesben noch immer nicht mit der Ehe von Heterosexuellen gleichgestellt ist. Gerade herrscht in Down Under Streit darüber, ob es im kommenden Jahr einen Volksentscheid darüber geben soll. Die Opposition ist gegen ein Plebiszit, weil eine solche Abstimmung viel Geld kostet. Außerdem befürworten die meisten Australier eine Eheöffnung (dbna berichtete).

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Artikel veröffentlicht: 22.10.2016