Warum Amerika am Donnerstag lila trug

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer

Am Donnerstag war Spirit Day. Noch nie gehört? Der Tag ist vor allem in den USA und Kanada bekannt. Menschen ziehen sich lila an, um damit auf Mobbing von LGBTIQ*-Jugendlichen aufmerksam zu machen. Mitgemacht haben Hillary Clinton, das Weiße Haus und sogar der Kellogg’s-Tiger.

Seit 2010 gibt es den „Spirit Day“, auf Deutsch grob „Tag der Seele“ oder „Tag des Geistes“. Die Idee stammt von einer kanadischen Jugendlichen. Brittany McMillan war geschockt von der hohen Zahl an Selbstmorden in der LGBTIQ*-Community. Also hat sie ihre Familie und ihre Freunde aufgerufen, lila anzuziehen und damit auf Mobbing von LGBTIQ*-Jugendlichen aufmerksam zu machen.

Lila steht als Farbe in der Regenbogenfarbe für den Spirit, also für die Seele und den Geist. Brittany hat sich den Pink Day als Vorbild genommen, an dem mit der Farbe Pink gegen Mobbing protestiert wird.

Auch „Game Of Thrones“ macht mit

Geboren war die Idee des „Spirit Day“. Von Anfang an hat GLAAD, eine US-LGBTIQ*-Organisation, die Aktion unterstützt und verbreitet. Seitdem findet er immer am dritten Dienstag im Oktober statt. Dieses Jahr wieder am „originalen“ Datum, dem 20. Oktober.

In diesem Jahr haben besonders viele Prominente mitgemacht: Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die sich ohnehin sehr für die Belange der Community einsetzt (dbna berichtete).

Deutschland könnte den Tag doch übernehmen

Aber auch Stars wie Britney Spears, die Mitarbeiter des Weißen Hauses, „Game Of Thrones“ und der „Kellogg’s“-Tiger haben ein Zeichen gegen Mobbing aufgrund der sexuellen Orientierung gesetzt.

Ein Brauch, den wir auch in Deutschland übernehmen könnten. Das haben wir mit Halloween oder dem Coca-Cola-Weihnachtsmann ja auch schon getan.

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Artikel veröffentlicht: 21.10.2016