Lady Gaga überrascht junge LGBTI-Obdachlose

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit und der Geschenke. Das dachte sich auch Lady Gaga und besuchte obdachlose Jugendliche. Sie überraschte nicht nur durch Mitbringsel, sondern auch durch eine ganz persönliche Geschichte.

Als Lady Gaga das Ali Forney Center betritt, kreischen die Jugendlichen. „Ihre Freundlichkeit heute war eine Erinnerung für mich, dass es Liebe immer noch gibt und dass davon auch noch etwas für mich übrig ist“, sagte einer der Jugendlichen.

Ein anderer kam auf die 30-Jährige zu und erzählte, wie er ihr Album „Born This Way“ rauf und runter gehört hat, als ihn seine Familie verstoßen hat, weil er schwul ist.

Etwa 640.000 queere Jugendliche in den USA erleben Obdachlosigkeit

Mit dabei hatte sie viele Geschenke für die jungen Erwachsenen: Kleidung, Make-up, eine Meditation und eine ganz persönliche Geschichte. „Es ist wirklich wichtig, Kinder, die traumatisiert sind, daran zu erinnern, dass sie nicht alleine sind und geliebt werden“, sagte die Sängerin in der „Today Show“. Das US-Morgenmagazin kümmert sich in der Serie #ShareKindness in der Adventszeit um Kinder, die Liebe und Zuneigung besonders brauchen.

© Screenshot/Today.com
Die Jugendlichen können kaum glauben, dass Lady Gaga sie überrascht.

Die Jugendlichen können kaum glauben, dass Lady Gaga sie überrascht.

Das Ali Forney Center im New Yorker Stadtteil Harlem ist laut eigener Angabe das größte Zentrum, das obdachlosen LGBTI-Jugendlichen hilft. Etwa 1000 jungen Menschen hilft das Zentrum jedes Jahr, die meisten sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Das ist nur ein Bruchteil von den 640.000 LGBTI-Jugendlichen in den USA, die laut „True Colors Fund“ Obdachlosigkeit erleben.

„Tu etwas Gutes, bevor das Jahr vorbei ist“

Als Lady Gaga mit den Jugendlichen im Kreis sitzt, erzählt sie von ihrem eigenen Trauma: Sie wurde mit 19 vergewaltigt, konnte sieben Jahre lang niemandem davon berichten. Das habe ihr geholfen, die Traumata von anderen zu verstehen, sagt die Sängerin. „Ich habe den Kids heute gesagt, dass ich an einer PTBS (posttraumatischer Belastungsstörung, Anm. d. Red.) leide. Das habe ich vorher noch niemandem erzählt. Aber los geht’s!“

Neben der Botschaft für die Jugendlichen hat sie auch eine für alle Zuschauer: Wie wichtig es ist, Liebe zu teilen. „Diejenigen von uns, die viel haben, sollten während der Feiertage an die geben, die wenig haben. Tu etwas Gutes, bevor das Jahr vorbei ist. Sei einfach nett. Die Tat an sich kostet nichts – und sie ist unbezahlbar.“

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Artikel veröffentlicht: 08.12.2016