Tausende protestieren gegen Diskriminierung

dbna-Redaktion Von dbna-Redaktion
© Twitter/@suefulton

Am Wochenende protestierten in New York am historischen "Stonewall Inn" mehr als 2000 Menschen gegen Trumps aggressive Politik gegen Minderheiten.

Mehr als 60 Organisationen haben sich der Protestveranstaltung angeschlossen. Initiiert wurde sie von Corey Johnson, einem schwulen demokratischen Stadtverordneten. Im Fokus des Protests standen nicht nur LGBT-Rechte, sondern vor allem der "Muslim Ban", das umstrittene Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern.

Was die Demonstranten vom Stonewall Inn außerdem auf die Straße treibt, ist ein Vorhaben, die Diskriminierung von homosexuellen und Transgender-Menschen im Namen der Religionsfreiheit zu legalisieren. Ein vier Seiten langes Diskussionspapier mit dem Titel "Establishing A Government-Wide Initiative to Respect Religious Freedom", das der Journalistenorganisation The Investigative Fund zugespielt wurde, sorgt für Empörung und Wut in der Community: "Religiöse oder moralische Einwände" gegen

- gleichgeschlechtliche Ehen,
- vorehelichen Sex,
- Abtreibung,
- Transidentität

sollen nach dem geplanten Präsidentenerlass nicht nur kirchlichen Einrichtungen, sondern auch Unternehmen, sozialen Diensten, Bildungseinrichtungen, staatlichen Institutionen und Einrichtungen des Gesundheitswesens möglich sein. Damit wäre der Diskriminierung nicht nur von Menschen aus dem LGBT-Spektrum auf breiter gesellschaftlicher Basis Tür und Tor geöffnet.

Zurück in die 1960er? "Wir werden kämpfen!"

"Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass der Oberste Gerichtshof die Uhr nicht auf die 1960er oder 1920er zurückdreht", versprach der Oppositionsführer im US-Senat, Chuck Schumer. "Wir werden kämpfen." Trotz klirrender Kälte kommt diese Botschaft an am Stonewall Inn, wo mit den "Stonewall Riots" 1969 die Geschichte der LGBT-Bewegung in den USA begann. Die Demo sendet ein wichtiges Signal: Der Widerstand gegen Donald Trumps Politik der Ausgrenzung und Spaltung wächst - und er wird so schnell nicht verstummen.

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Artikel veröffentlicht: 08.02.2017