Die Erektion

Hast du manchmal das Gefühl, dass dein Penis einfach das macht, wozu er gerade Lust hat? Unkontrollierte Erektionen sind in der Pubertät normal - da reicht schon der Gedanke an einen knackigen Mann. Aber wie funktioniert so eine Erektion überhaupt?

Hast du manchmal das Gefühl, dass dein Penis einfach das macht, wozu er gerade Lust hat? Oft scheinst du gar keinen Einfluss auf das gute Stück zu haben, da genügt schon der Gedanke an einen knackigen Mann oder der Blick auf ein aufreizendes Foto, und schon hat man(n) eine Erektion. Viele Jungs finden das peinlich. Vor allem dann, wenn es einem in der Schule vorne an der Tafel beim Lösen einer kniffligen Mathematikaufgabe, oder mitten in der U-Bahn passiert. Aber in einem Alter, in dem die Hormone verrückt spielen, ist es eben ganz normal, und außerdem pendelt sich die „übertriebene“ Erregbarkeit sehr schnell wieder ein. Und eigentlich ist es nur ein kleines Leid, denn während sich die einen über ihre häufigen Erektionen beklagen, befürchten andere, dass sie im rechten Augenblick ausbleibt.. Denn er ist sehr empfindlich, der sensible Mechanismus, der eine Erektion steuert, und deshalb auch besonders anfällig auf störende Gefühle. Das können zum Beispiel Stress oder Angst sein. Außerdem gibt es eine Reihe von körperlichen Ursachen, die Störungen des Erektionsmechanismus verursachen können. Man schätzt, dass in Deutschland etwa 5 bis 6 Millionen Männer unter einer ständigen oder gelegentlichen Erektionsstörungen leiden.

Erektion hin, Erektion her. Was ist das überhaupt? Und wie funktioniert das eigentlich mit der Erektion? Unter der Penishaut, die übrigens sehr elastisch ist, besitzt der Penis über seine ganze Länge drei sogenannte Schwellkörper. Diese Schwellkörper werden durch große Arterien erst dann gefüllt, wenn das männliche Gehirn meldet, dass etwas erregendes passiert. Das kann sowohl Fantasie, gesehenes oder auch eine mechanische Reizung des Penis und anderen erogenen Zonen sein. Dadurch, dass innerhalb von Sekunden Blut in die Schwellkörper gepumpt werden, vergrößern und versteifen sie sich dadurch. Der Penis ist steif. Zwei dieser Schwellkörper verlaufen auf der Oberseite und einer entland der Unterseite des Penis. Die Eichel ist die Verlängerung des unteren Schwellkörpers, in dem auch die Harnröhre verläuft. Kommt es zu einer Versteifung des Penis, wird die Harn-Samenröhre zusammengedrückt, so dass der Mann bei einer Erektion und einige Minuten danach nur schwer oder gar nicht urinieren kann. Die Härte der Erektion und damit auch der Erektionswinkel, in dem der Penis vom Körper absteht, ist – wenn keine körperliche oder psychische Störung vorliegt – abhängig vom Grad der sexuellen Erregung.   

Damit eine Erektion wieder ablässt, muss es nicht notwendig zu einem Orgasmus kommen. In der Regel verschwindet diese nämlich wieder, sobald der sexuelle Reiz anfängt nachzulassen. Trotzdem lässt die Erektion nach einem Samenerguss meist schneller nach. Allerdings bleibt der Penis danach noch für etwa 10 bis 30 Minuten leicht vergrößert. Und erst nach einer gewissen Erholungszeit, deren Dauer individuell unterschiedlich und deutlich altersabhängig ist, kann es zu einer weiteren Erektion kommen. Bei einigen Jungs ist das schon nach 10 oder 15  Minuten. Andere brauchen eine Stunde oder länger. Aber das eine ist so normal wie das andere. 



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dbna: Reportage "Der Orgasmus"»



Quelle: netdoktor.de