Geschlechtskrankheiten

Feigwarzen

Beschreibung/Übertragung: Feigwarzen werden durch ein Virus ausgelöst, das sich in der Harnröhre sowie im Enddarm befindet. Der Erreger kann durch Hautkontakt übertragen werden.

Aidshilfe - Safer SexSymptome: An der Eintrittsstelle des Virus in den Körper treten kleine, spitze Warzen auf. Diese können z.B. an Penis, Eichel, Hodensack oder dem After liegen. Werden die Feigwarzen nicht behandelt, breiten sie sich schnell aus und werden größer.

Behandlung: Jeder Arzt kann Feigwarzen problemlos feststellen und behandeln. Es gibt eine breite Palette an verschiedenen Heilungsmöglichkeiten.

Schutz:Ein absoluter Schutz vor Feigwarzen ist nicht möglich. Selbst Kondome beugen nicht 100%ig vor, da das Virus leicht an die durch das Kondom nicht geschützten Stellen gelangen kann.


Filzläuse

Beschreibung/Übertragung: Filzläuse sitzen oft in den Schamhaaren. Sie ernähren sich dort von Blut, vermehren sich rasch und legen in den Haaren ihre braunen Eier, die Nissen, ab. Filzläuse können durch den Hautkontakt beim Sex leicht übertragen werden.

Symptome: Es tritt ein unangenehmer und lästiger Juckreiz im Schamhaarbereich auf.

Behandlung: Filzläusen kann man schnell und ohne Einsatz von Medikamenten Herr werden. Hierzu genügt eine gründliche und vollständige Rasur im Genital- und Analbereich.

Schutz: Eine Rasur bzw. kurz gehaltene Schamhaare besitzen prophylaktische Wirkung.


Hepatitis

Aidshilfe - HepatitisBeschreibung/Übertragung: Hepatitis wird von der Gefährlichkeit her oft unterschätzt! Hepatitis kann in drei verschiedenen Formen vorkommen: Es gibt Hepatitis A, B und C. Alle drei Varianten sind Virusinfektionen, die vor allem die Leber schädigen. Mit Hepatitis A kann man sich bei anal-oralen Kontakten sowie bei Fingerspielen infizieren. Das Hepatitis B-Virus gelangt über infiziertes Sperma oder Blut in den Körper. Ungeschützter Anal- und Oralverkehr, unsterile Piercing-Instrumente sowie Rasierklingen bilden somit die Hauptübertragungswege. Hepatitis C wird über infiziertes Blut weitergegeben. Diese Art der Hepatitis ist besonders ansteckend.

Symptome: Zu den Symptomen einer Hepatitis-Erkrankung zählen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Appetitlosigkeit und Durchfall. In einigen Fällen färbt sich der Urin dunkel und der Kot wird grau-weiß. Die Haut kann eine gelbliche Farbe annehmen. Daher wird die Hepatitis auch als "Gelbsucht" bezeichnet.
Diese Symptome müssen bei einer Hepatitis-Infektion jedoch nicht zwangsläufig auftreten!

Behandlung: Bei chronischen Verläufen der Hepatitis B und C wird Interferon eingesetzt. Der Erfolg ist allerdings keinesfalls sicher!

Schutz:Die Verwendung von Kondomen verringert das Risiko einer Ansteckung mit Hepatitis B. Gegen Hepatitis A und B empfehlen sich Schutzimpfungen. Gegen Hepatitis C gibt es bislang noch keine wirksame Impfung. Eine Hepatitis ist wie schon erwähnt auf keinen Fall auf die leichte Schulter zu nehmen! Sie kann schnell chronisch werden und man leidet dann möglicherweise den Rest seines Lebens unter den genannten Symptomen. Man kann sogar an den Spätfolgen sterben.


Herpes genitalis

Beschreibung/Übertragung: Herpes im Genital- und Analbereich wird wie der Herpes am Mund durch die Herpes-Simplex-Viren ausgelöst. Das Virus wird durch Kontakt mit den offenen Herpesbläschen übertragen, die äußerst infektionös sind. Das Virus bleibt für den Rest des Lebens im Körper und kann immer wieder Herpes hervorrufen.

Symptome: Im Anal- oder Genitalbereich kommt es zu Spannungsgefühlen oder Juckreiz. Kurzzeitig treten glasige wässrige Bläschen auf. Mitunter leidet man an Fieber und Mattheit.

Behandlung: Gegen die Herpesbläschen gibt es Tabletten und Salben.

Schutz: Ein absoluter Schutz vor der Herpes genitalis ist nicht möglich. Durch die Verwendung von Kondomen wird das Infektionsrisiko allerdings eingeschränkt.