Ab sofort: Mehr Auswahl bei sexueller Orientierung

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Nicht alle können sich als schwul oder bisexuell identifizieren. Deshalb erweitern wir die Auswahl an sexuellen Orientierungen.
© dbna/Screenshot

Unter vielen Usern entstand eine Diskussion, dass die bisherigen Möglichkeiten nicht ausreichen. Deshalb haben wir uns entschlossen, mehr Begriffe für die sexuelle Orientierung für euer Profil anzubieten. Damit es keine Verwirrung gibt, erklären wir sie auch.

Unter „sexuelle Orientierung“ könnt ihr bisher zwischen „schwul“, „bisexuell“, „unentschieden“, „sag ich nicht“ und „keine Angabe“ wählen. Es gibt jedoch auch Nutzer, denen diese Begriffe nicht ausreichen. Denn das Spektrum der sexuellen Identitäten ist riesig. Nicht jeder kann sich mit einem dieser Wörter identifizieren.

Deshalb führt dbna ab sofort neue Auswahlmöglichkeiten ein. Die könnt ihr ganz einfach und jederzeit unter „Mein Profil“ – „Steckbrief editieren“ nach Belieben ändern. Im Forum haben wir uns lange und ausgiebig mit euch beraten und diskutiert, welche Begriffe eingeführt werden sollen.

So haben wir uns für acht neue Möglichkeiten entschieden. Da noch nicht alle so geläufig sind, wollen wir sie natürlich erklären. So wollen wir versuchen, den Geschlechterdschungel ein wenig zu lichten.

Androsexuell

Wer androsexuell ist, der fühlt sich zu Männern oder Männlichkeit hingezogen. Ist das dann nicht dasselbe wie homosexuell? Nein, denn der Begriff Homosexualität erwähnt auch das Geschlecht der Person, die homosexuell ist. Androsexualität tut das nicht: Männer, Frauen, inter- und Trans*-Menschen, die sich zu Männern hingezogen fühlen, sind androsexuell.

Asexuell

Asexuelle Personen spüren keine sexuelle Anziehung und/oder kein Verlangen nach Sex. Viele asexuelle Menschen wollen trotzdem romantische oder emotionale Beziehungen eingehen. Einige haben auch Sex, aber die meistenmöchten lieber darauf verzichten.

Grey-Asexuell

Grey-Asexualität ist eine Abstufung der Asexualität. Menschen, die sich gelegentlich sexuell zu anderen hingezogen fühlen, definieren sich so. Oder Personen, die ihrem Partner zuliebe Sex haben. Unter Grey-Asexualität fallen auch Menschen, die zwar sexuelle Lust verspüren, aber – aus welchem Grund auch immer – nicht zur Tat schreiten wollen.

Gynosexuell

Gynosexuelle Menschen fühlen sich zu Frauen oder Weiblichkeit hingezogen. Das ist also das Gegenteil von androsexuell. Das Wort ist wichtig, weil es nichts über das Geschlecht der gynosexuellen Person aussagt. So sind Männer, Frauen, inter- und Trans*-Menschen, die sich zu Frauen hingezogen fühlen, gynosexuell.

Pansexuell

Wer pansexuell ist, der fühlt sich zu Menschen aller Geschlechter sexuell beziehungsweise körperlich hingezogen. Ihre sexuelle Anziehung basiert also auf anderen Eigenschaften als dem Geschlecht des anderen.

Polysexuell

Polysexualität bedeutet, dass man sich zu mehreren Geschlechtern hingezogen fühlt. Dabei beziehen pansexuelle Menschen auch intersexuelle sowie Trans*-Menschen ein. Im Unterschied zu pansexuellen Menschen begehren polysexuelle Menschen aber nicht alle dieser Sexualitäten, sondern nur einige.

Queer

Der Begriff queer kann kaum definiert wurden. Früher wurde das Wort als Beleidigung, vor allem gegen Schwule, verwendet. Heute ist der Begriff aber eine positive Selbstbezeichnung. Viele Menschen, die nicht-heteronormativ sind, bezeichnen sich als queer. Insofern ist queer ein Oberbegriff für Menschen, die nicht in die sexuellen, romantischen und/oder geschlechtlichen Normen einer Gesellschaft passen (wollen).

Skoliosexuell

Wer skoliosexuell ist, der fühlt sich zu Trans*-Menschen hingezogen oder zu Menschen, die sich nicht in das binäre (also zweiteiliges) System aus Mann und Frau einordnen wollen. Die Genitalien und das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht sind dabei unerheblich.

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Artikel veröffentlicht: 22.11.2015
Bildquellen: dbna/Screenshot