Was ist eigentlich ein Knutschfleck?

Von dbna Redaktion
Wird ein Knutschfleck mit Eiswürfeln gekühlt, kann er sich schneller wieder zurückbilden.
© iStockPhoto.com / deeepblue - Model-/Symbolfoto

Der Knutschfleck gilt vor allem in jungen Jahren als Zeichen der Zuneigung und als ganz besonderer Liebesbeweis. Dabei wird die markante Verfärbung, die auch gern als Liebesbiss bezeichnet wird durch Ziehen, Saugen und Beißen an sichtbaren Stellen wie dem Nacken, Dekolleté und Hals verursacht.

Wie kann ein Knutschfleck entstehen?

Ein Knutschfleck wird durch starkes Saugen, Ziehen oder Beißen der Haut verursacht und ist nicht selten eine Begleiterscheinung erster sexueller Kontakte. Aus medizinischer Sicht ist der Knutschfleck jedoch weniger romantisch: Denn beim Liebesbiss handelt es sich ist einfach ausgedrückt um einen blauen Fleck (Hämatom), der entsteht, wenn die feinen Gefäße in der Haut zu schaden kommen. Ähnlich wie ein Hämatom, das durch starkes Stoßen verursacht wird, entsteht auch der Knutschfleck durch Druck und verletzt die feinen Hautgefäße, die der Belastung nicht standhalten können. Für einen kurzen Zeitraum tritt dann eine geringe Menge Blut aus den feinen Äderchen aus, das sich im umliegenden Gewebe verteilt.

Wie lange ist der Liebesbiss sichtbar?

Bei Knutschflecken handelt es sich nicht um eine Erkrankung deshalb schließen sich die verletzten Äderchen auch recht schnell wieder. Zurück bleibt ein sichtbarer Fleck, der sich von anfangs rot über blau und grün bis zu gelb verfärbt. Die Heilungsdauer beträgt wie bei einem Hämatom zwischen einer Woche und bis zu vier Wochen.

Was hilft gegen die Verfärbung?

Knutschflecke sind häufig am Hals, Dekolleté und Nacken zu finden und werden von jedem unterschiedlich bewertet zwischen Tabu und Trophäe. So verstecken die einen den Liebesbiss unter einem Schal, Halstuch oder Rollkragenpullover und andere tragen ihren Knutschfleck für jeden sichtbar ganz stolz zur Schau.

Soll der Knutschfleck sich schnell wieder zurückbilden, können einige wirkungsvolle Maßnahmen sehr hilfreich sein. So hilft beispielsweise eine Kühlung mit Eiswürfeln, die aber nie direkt auf die Stelle gelegt, sondern immer in einen Waschlappen gepackt werden sollten. Alternativ können auch Wärmepflaster, Arnika-Salbe oder Gels mit Heparin oder Dimetinden zum Einsatz kommen, die im Handel bzw. in der Apotheke erhältlich sind.

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Artikel veröffentlicht: 15.07.2014
Bildquellen: iStockPhoto.com / deeepblue - Model-/Symbolfoto