Aufgeklärt, brav und treu
Geduldiges Warten auf das erste Mal, sorgfältige Auswahl beim Partner und geschützter Sex: Nach der neusten Jugendsex-Studie beweist sich die „Generation Porno“ als weitaus gesitteter als das ihr Nachgesagte vermuten läßt. Sex mit 17 Jahren oder älter ist keine Seltenheit.

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Später Sex, fester Partner, konsequente Verhütung
Das Ergebnis: späterer Sex im Vergleich zu älteren Untersuchungen, das meistens im Rahmen von festen Beziehungen sowie (ziemlich) konsequente Verhütung. Zudem: „Das Interesse an Pornografie ist weitaus geringer als befürchtet“, meint Elisabeth Pott, die Direktorin der Bundeszentrale.
Die Prioritäten Reihenfolge bei den meisten Jugendlichen ist interessant: erst die Liebe, dann eine Beziehung – schließlich ganz am Ende Sex. Die richtige Partnerwahl steht im Vordergrund: „Ihnen ist es offensichtlich wichtig, erst den richtigen Partner zu finden“, so Pott. Ein gutes Drittel der 17jährigen hatte noch nie Sex – ein Höchststand seit vielen Jahren.

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Die Erhebung zeige, „ dass seit Mitte der neunziger Jahre die sexuelle Aktivität Jugendlicher fast unverändert und jetzt sogar rückläufig ist“, erklärt die Direktorin. Geschützter Sex ist dabei absolut im Trend: Gerade mal acht Prozent der Jungen und Mädchen kümmern sich laut Bundeszentrale nicht darum. 1980 war diese Zahl noch vier bzw. zweieinhalb Mal höher. Besonders der Anteil derjenigen, die Pille und Kondom gleichzeitig verwenden stieg. Aus Sicht von Pott ein deutliches Zeichen dafür, dass auch der Schutz vor HIV und nicht nur die Verhinderung einer Schwangerschaft den Jugendlichen wichtig ist..
Dabei ist – trotz gewisser Unwissenheit im Detail – die Jugend in Sachen Sex recht gut aufgeklärt. Dabei nutzen gerade Jungs nach eigener Aussage das Internet zur Wissensverbesserung.
Die Bundeszentrale befragte im Rahmen der Studie 3542 Jugendliche. Pott sieht die Ergebnisse gerade bezüglich der gewissenhaften Verhütung in anderen Studien und Statistiken belegt: HIV-Infektionen und schwangere Jugendliche unter 20 Jahren sind im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich niedriger.
Auf Homo- oder Bisexualität ging die BzgA in dieser Studie selbst nicht ein.
Links zum Artikel
Die Jugendsex-Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Detail»Bericht des Spiegels»
Quelle: spiegel.de




