Geschlechtskrankheit
Tripper demnächst kaum noch therapierbar?
Die Sorge geht bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um: Therapien gegen Tripper könnten demnächst nicht mehr anschlagen. Schon häufiger und das in steigender Zahl wirkt ein Breitband-Antibiotikum nicht mehr als letztes Mittel gegen die Krankheit

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„Die Gonorrhoe wird durch hohe Infektionsraten und schwindende Behandlungsmöglichkeiten zu einer bedeutenden Herausforderung für das Gesundheitswesen“, erkärte Manjula Lusti-Narasimhan, die zuständige Fachfrau der WHO. Pro Jahr liege die Infektionsrate bei 106 Millionen Menschen. Fast alle steckten sich beim Geschlechtsverkehr an.
Kondome schützen
Gerade Industriestaaten wie Australien, Frankreich, Japan, Norwegen und Schweden seien von dieser Resistenz betroffen. Dort beobachtete man verstärkt, dass der als Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) bekannten Erreger mit Cephalosporine, eine Gruppe von Breitband-Antibiotika, nicht mehr zu bekämpfen ist. Die WHO ist deswegen alarmiert und fordert nicht nur deutlich größere „Wachsamkeit“ unter Ärzten im Falle der Anwendung von Antibiotika, sondern auch mehr Forschungen. Es müssten alternative Behandlungsmethoden dringend entwickelt werden. Einen anspruchsvollen globalen Aktionsplan dafür präsentierte die WHO noch am selben Tag.
1879 fand der Arzt Albert Neisser heraus, dass Bakterien der Auslöser von Tripper sind. Im Falle der Diagnose werden Antibiotika zur Behandlung eingesetzt. Doch Fachleute unterstreichen, dass alleine die Verwendung von Kondomen einen wirklichen und dauerhaften Schutz gegen die Krankheit bietet.
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Safer Sex - Wie man das Infektionsrisiko verringern kann»Weitere Infos über "Tripper" und anderen Geschlechtskrankeiten»
07.06.2012
| Quelle: dpa, N24




