Konflikte, Konflikte

Wie schnell wird aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein handfester Streit? Wir alle kennen das. Wenn es dann hart auf hart kommt, kann der Streit schnell eskalieren. Mit ein paar kleinen Kommunikationsregeln lässt sich das allerdings leicht verhindern.

Wie schnell wird aus einer kleinen Meinungsverschiedenheit ein handfester Streit? Wir alle kennen das. Man will seinem Gegenüber sagen, dass einem etwas nicht passt, aber das Gegenüber versteht diesen Hinweis als Angriff, ein Wort ergibt das andere und schon fliegen die Fetzen, knallen die Türen und man geht sich vor Wut schnaubend aus dem Weg. Dabei fing doch alles ganz harmlos an. Das Problem hierbei ist die Kommunikation. Oftmals weicht nämlich das, was man sagen möchte von dem tatsächlich Gesagten sehr ab. Und wie das Gegenüber diese Aussage dann auffasst, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt. In einer Beziehung ist das besonders schwierig, denn man möchte ja diesen Menschen, den man sehr gern hat, nicht ärgern oder vor den Kopf stoßen, man meint es doch nur gut. Wenn du dich aber an die folgenden Grundsätze hältst, kannst du tatsächlich ein fruchtbares Gespräch führen, bei dem der Andere zuhört und versuchen wird, dich zu verstehen. Ein paar einfache Regeln wirken manchmal Wunder.

Überlege dir vor dem Gespräch gut, was du sagen möchtest. Stört es dich, dass dein Freund unordentlich ist? Stört es dich, dass er zu Verabredungen immer zu spät kommt? Du solltest dir vorher im Klaren sein, was du eigentlich bezweckst. Und immer nur ein Kritikpunkt pro Gespräch, sonst könnt ihr euch nicht auf das eine Thema konzentrieren. Diskussionen über eure Beziehung gehen nur euch zwei etwas an. Führt solch ein Gespräch nur unter zwei Augen, nicht vor Freunden oder Familienangehörigen.

 Lass auch deinen Gesprächspartner aussprechen. Seine Meinung ist ebenso wichtig wie deine. Sorge dafür, dass ein Gespräch zustande kommt. Schaut euch dabei möglichst in die Augen. Ein ruhiger und freundlicher Tonfall macht die Sache zudem gleich viel einfacher. Beleidigungen führen nicht zum Ziel. Versuche viel mehr, in dem, was dich stört, auch etwas Positives zu sehen. Verbinde Lob und Kritik. So ist es für deinen Freund viel einfacher, auch mal Fehler einzugestehen. Und nun die wohl wichtigste Regel für eine Auseinandersetzung: Vermeide Verallgemeinerungen. Bleibe immer bei konkreten Sachverhalten. Sätze wie „Du machst nie...“ oder „Du machst immer...“ tragen zu einem klärenden Gespräch nichts bei. Wenn du dich an diese Grundsätze hältst, demonstrierst du, dass dich etwas stört und du etwas ändern möchtest, weil dir viel an dem anderen liegt. Probier es einfach mal aus. Viel Glück dabei.



Quelle: bravo.de