Kurzfilm: Die Evolution

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Aaron Rhodes vergleicht das Coming-out mit dem Eintauchen unter Wasser.
© YouTube/Rhodes Bros

Das Model Aaron Rhodes, bekannt durch sein Coming-out-Video, hat zum Coming-out-Tag einen Kurzfilm produziert. Der erzählt seine persönliche Geschichte von Angst und Selbstzweifeln hin zum besten Gefühl der Welt.

Unschuld. Als unschuldiges Kind kommen wir auf die Welt. „Mir wurde beigebracht, wie man spricht, wie man sich verhält, wie man liebt. Ich war rein.“ So beginnt ein Kurzfilm von Model Aaron Rhodes, der sich im Januar 2015 mit seinem Zwillingsbruder am Telefon bei seinem Vater geoutet hat (dbna berichtete).

Doch die Phase der Unschuld war vorbei, so berichtet Aaron, als er gemerkt hat, dass die Gesellschaft ihn nicht so akzeptiert, wie er ist. „Ich habe langsam gemerkt, dass ich anders war.“ Ein Gedanke, den viele Jungs, die sich (auch) in Jungs verlieben, kennen.

Coming-out: Wie ein Rausch

Es begannen die Selbstzweifel: Leugnen der eigenen Sexualität. „Die Leute haben gesagt, es wäre meine Wahl, oder nutzten die Bibel, um zu beweisen, dass es falsch ist.“ Doch danach kam die Freiheit: Das Bild ist schwarz, es ist nur das emotionale Telefonat der Zwillinge mit ihrem Vater zu hören.

Aaron Rhodes, der den Film produziert und geschrieben hat, hat einen ruhigen, aber umso bildstärkeren Kurzfilm geschaffen. Er nutzt die Metapher, ein Coming-out sei wie wenn man in kaltes Wasser springt. Ein Rausch, der einen befällt, und der etwas weckt.

Das beste Gefühl der Welt

Am Ende des Videos erhält Aaron Unterstützung von anderen LGBTIQ*. „Auch wenn unsere Wege verschieden sind, gibt es eine Sache, die uns vereint: Stärke, Ungerechtigkeit zu überwinden, genauso wie Angst, Hass und Ignoranz. Hier zu stehen und stolz zu verkünden, wer wir sind.“

Allen, die ihr Coming-out noch vor sich haben, macht Aaron Mut: „Wenn du damit kämpfst, das zu finden, warte ab. Es wird kommen und es wird besser. Lebe authentisch und lebe ohne Angst. Lebe deine Wahrheit. Ich verspreche dir, es ist das beste Gefühl der Welt.“ 

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Artikel veröffentlicht: 16.10.2016