George Shelley: "Ich gebe mir kein Label"

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
George Shelley: "Ich gebe mir kein Label"
flickr.com/InfoGibraltar

Der britische Sänger war sowohl mit Frauen als auch mit Männern zusammen, erklärt er in einem Internetvideo. Von Labels wie hetero, schwul oder bi hält er nichts: Ihm geht es um Liebe.

Coming-out-Videos liegen im Trend. Es scheint fast, als ob einige Stars (oder solche, die es gerne wären) ihre sexuelle Orientierung nur deshalb bekannt machen, um mal wieder ins Gespräch zu kommen. Zumindest schwingt dieser Vorwurf fast immer mit.

Eigentlich, so heißt es dann oft von Kritikern, leben wir doch längst in einer Zeit, in der es keine Rolle mehr spielen sollte, wen wir lieben. Und dennoch ist das Coming-out für viele Jugendliche ein großer Schritt. Er ist mit Ängsten, Sorgen und auch bei uns teilweise noch mit Ablehnung verbunden.

"Ich habe das Gefühl, dass ich es nicht verstecken sollte"

Das ist wohl der Grund, weshalb auch George Shelley in einem YouTube-Video über seine sexuelle Orientierung spricht. Der 22-jährige Sänger der britischen Boyband "Union J" war zuletzt in der englischen Version des Dschungelcamps, wo er den zweiten Platz belegt hat. 

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Dort habe er viel Zeit gehabt, darüber zu reflektieren, was ihm wichtig ist: "Mir ist wichtig, dass ich ich selbst sein kann. Ich habe das Gefühl, dass ich es nicht verstecken sollte."

George will kein Geschlecht, sondern eine Person lieben

Dann erzählt er von den vielen Gerüchten, die er über seine sexuelle Orientierung gelesen hat. "Schwul, hetero, bisexuell und all diese Labels, die ein bisschen altmodisch sind. Deshalb will ich mir kein Label geben, weil ich das Gefühl habe, dass ich das nicht kann."

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Er habe Freundinnen, aber auch Freunde gehabt, die er geliebt hat. "Ich will einfach nur wissen, dass ob ich das nächste Mal mit einem Jungen oder einem Mädchen zusammen bin, es deshalb ist, weil ich die Person liebe. Das sollte keine große Sache sein."

Niemand muss sich in eine Schublade stecken

Geroge möchte nicht das Gefühl haben, nicht er selbst sein zu können: Aus Angst, was die Leute sagen könnten: "Ich bin immer noch dieselbe Person. Ich bin immer noch ich. Ich habe einfach nur ein bisschen weniger Angst, ich selbst zu sein."

Ähnlich hat sich erst kürzlich der australische Sänger Josef Salvat über seine Sexualität geäußert: "Ich weiß nicht, was ich bin, und ich brauche auch keine Etiketten auf meiner Sexualität." So wie Josef ist auch George ein Vorbild für all diejenigen, denen das Geschlecht des Partners herzlich egal ist, solange die Gefühle stimmen. Niemand muss sich in eine Schublade stecken, wenn er oder sie nicht möchte.

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