Schwule und Lesben: weniger Diskriminierung am Arbeitsplatz

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Schwule und Lesben: weniger Diskriminierung am Arbeitsplatz

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Eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes belegt die nachlassende Diskriminierung von Schwulen und Lesben, die am Arbeitsplatz offen mit ihrer sexuellen Identität umgehen.

Unter dem Titel “Out im Office?!” hatten Experten der Hochschule Fresenius und des Instituts für Diversity- und Antidiskriminierungsforschung 2.884 Personen befragt: Schwule, Lesben, bisexuelle und transgeschlechtliche Berufstätige. 

Eindeutig Homosexuelle beiderlei Geschlechts haben die größten Fortschritte in der Antidiskriminierung erreicht, auch wenn das Zahlenmaterial diesen Trend nur unterschwellig belegt. Bisexuelle und erst recht transgeschlechtliche Kollegen stoßen noch auf größeres Unverständnis.

Die Studie in Zahlen

  • 29 Prozent aller Befragten sprechen offen mit Kollegen über ihre Orientierung. 2007 lag dieser Wert unter 13 Prozent.
  • 30 Prozent sprechen nie darüber, was viel Selbstkontrolle und Einschränkungen erfordert. Selbst normaler Smalltalk ist kaum möglich.
  • 70 Prozent der transgeschlechtlichen KollegInnen sprechen so gut wie nie mit Kollegen über ihre Geschlechtsidentität.
  • 76,3 Prozent aller Befragten haben schon Diskriminierung am Arbeitsplatz erlebt.
  • 64,1 Prozent sind von der sogenannten voyeuristisch-gesteigerten Auseinandersetzung betroffen, die sich unter anderem in Tuscheln und dem Verbreiten von Gerüchten äußert.
  • 39 Prozent der Befragten wurden schon sexuell belästigt.
  • Transgeschlechtlichen Personen wird in 26,7 Prozent aller Fälle der Zugang zu einer Toilette ihrer Wahl verweigert.

Auch wenn einiges an den Zahlen bedrückend wirkt, lässt sich nach Auffassung der Bundesregierung ein Wirken der Antidiskriminierungskampagnen des letzten Jahrzehnts belegen.


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