dbna'ler des Monats – März 2011

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dbna'ler des Monats – März 2011
privat, mattjeacock-istockphoto.com

Diesen Monat stellen wir euch Lukas (22) aus Recklinghausen vor! Der dbna'ler des Monats März.

Wann und wie hast du selbst festgestellt, dass du (auch) auf Männer
stehst?
Lucas: Eigentlich wusste ich das irgendwie schon immer. Klar, in den Hochphasen der Pubertät war man sich nichts sicher, aber sobald dann irgendein ernstzunehmendes, sexuelles Interesse an Menschen aufgekommen ist, war es immer für Männer. Für mich war es (und ist es) irgendwie einfach Normalität. Ich hatte nie den Wunsch, dass es anders sein sollte... auch wenn ich oft zu spüren bekommen habe, dass meine Sicht der Dinge nicht für alle verständlich ist.

Bei wem hast du dich zuallererst geoutet?
Lucas: Bei meinen Freunden. Ich habe mir einen anderen Bekannten zum Vorbild genommen und ihnen erzählt, dass ich auch demnächst mal gerne mit einem festen Freund zu einer Party kommen würde. Naja, die waren alle irgendwie eher milde überrascht...

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Was darf für dich in einer Beziehung niemals vorkommen?
Lucas: Das Gefühl, nicht verstanden zu werden.

Wie lange hast du es je ohne Sex ausgehalten?
Lucas: Hm. Also ausgehalten hätte ich es auch länger, aber die Gelegenheit bot sich halt, um die unfreiwillige Enthaltsamkeit zu beenden. Zu dem Zeitpunkt waren es so fünf Monate.

Würdest du Sex beim ersten Date ausschließen?
Lucas: Also ich bin bisher eher spärlich für Dates zu haben gewesen, da ich mich meistens nur mit jemandem treffe, wenn ich wirkliches Interesse an der Person verspüre. Und wenn dies der Fall ist, dann will ich mit überstürztem Sex nichts kaputtmachen. Aber "ausschließen" ist so ein negatives Wort, man weiß ja nie, was alles passieren kann. In manchen Situationen sollte man einfach mal hineinstolpern.

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Wenn du jemanden kennenlernst, auf was achtest du besonders?
Lucas: Als erstes schaue ich auf das Gesicht. Der Rest ist fast egal. Dabei habe ich aber keine Spezialitäten, die ich unbedingt sehen will (zum Beispiel irgendeine Augenfarbe); es kommt auf das gewisse Etwas an. Definitives Plus ist eine überwältigende Ausstrahlung, die von innen heraus kommt und jedes Gesicht wunderansehenswert macht. Ich glaube, Einstellung und Charakter spiegeln sich sehenswert in den Gesichtszügen wider.  

Welches Hobby/welche Leidenschaft/welche Neigung kostet dich das meiste Geld?
Lucas: Auf den vordersten Plätzen rangieren wohl CDs und Stoff. Ich verbringe wenig Zeit ohne Musik, die ist wie Sauerstoff für mein Gehirn. Eigene Klamotten fabrizieren ist auch schon länger eine meiner größten Leidenschaften. Um nicht so auszusehen wie alle, die bei großen Textilketten (darf ich H&M sagen?) einkaufen, muss auch schon mal das Portemonnaie bluten. 

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Was ist dein Lebenstraum?
Lucas: Mein Lebenstraum ist definitiv Bestsellerautor zu werden. Und dann will ich mein Buch als Pflichtlektüre für den Deutschunterricht sehen, so dass alle es lesen müssen und vorher denken: "Och nö." Und hinterher sagen "Ach, war eigentlich doch voll cool."
Und dann bin ich reich und glücklich und berühmt und suche mich einen neuen Lebenstraum. Ich glaube, Weltfrieden wäre ein würdiger Nachfolger...

Welche Charaktereigenschaft schätzt du an dir selbst besonders?
Lucas: Meine Art von Selbstbewusstsein. Ich weiß, wer ich bin. Und ich weiß, wer ich nicht bin, und auch niemals sein werde. Und trotzdem kenne ich mich gut genug, um zu wissen, dass ich über mich selbst hinauswachsen kann. Diese Erkenntnis zu finden, war dann doch relativ zeitaufwendig und mühselig, hat sich aber mehr als gelohnt.

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Was ist deiner Meinung nach deine größte Begabung?
Lucas: Ich bin zwar im Generellen jetzt nicht so der Selbstverliebte, aber wenn ich auf etwas stolz bin, dann ist es meine Kreativität. Mein Zimmer hängt voll mit selbstgeschossenen Fotos, Möbeln in Marke Eigenbau und meine selbst bemalten T-Shirts trage ich auch nicht ganz ohne Stolz. Meine größte Begabung in dem Bereich ist, glaube ich, mein Schreibtalent. Damit konnte ich schon in der Schulzeit aus jeder Klausur, für die ich nicht gelernt hatte, etwas gutes rausschlagen. Und heute schreibe ich Bücher. Und hoffe, dass ich damit irgendwann etwas erreichen kann.

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