dbna'ler im September

Redaktion Von Redaktion
dbna'ler im September
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Fabian (17) aus Schweinfurt ist unser dbna'ler des Monats September. Er spricht über sein Coming-out, seinen Lebenstraum und seinen ersten Kuß.

Fabian, Du bist auf dem Land aufgewachsen. Wann und wie hast du selbst festgestellt, dass du auf Männer stehst?
Fabian: Ich denke, das war in der 7. Klasse, ich war also 13. Ich habe einfach gemerkt, dass ich Jungs auf einmal auch süß fand. Es war zwar ein komisches Gefühl, aber ich fühlte mich zu Jungs irgendwie mehr hingezogen als zu Mädchen sie haben mir einfach besser gefallen. 

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Bei wem hast du dich dann zuallererst geoutet?
Fabian: Bei meiner besten Freundin, als ich 14 war. Ich musste es einfach jemandem sagen, um mit jemandem darüber reden zu können. Ich habe es nicht mehr ausgehalten, es länger zu verschweigen darum sagte ich es ihr, damals via Internet. Es ihr persönlich zu sagen, habe ich mich nicht getraut. Und sie hat es total positiv aufgenommen! Sie fand es cool, einen schwulen besten Freund zu haben seitdem können wir uns gemeinsam über Kerle unterhalten!

Wie haben deine Eltern auf dein Coming-out reagiert?
Fabian: Meine Mutter fand es am Anfang komisch, befremdlich und natürlich ungewohnt. Sie hielt es nur für eine Phase. Sie hat sich viel mit dem Thema auseinandergesetzt, sodass sie mittlerweile überhaupt keine Probleme mehr damit hat. Ich erzähle ihr alles, sie hat auch meinen Ex-Freund damals kennengelernt. Außerdem ist sie froh, dass sie jemanden hat, der sie beim Shoppen berät ein Hetero-Sohn würde das wohl nicht tun

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Gibt es eine Situation, eine Person oder einen Moment, über die/den du sagen würdest, das war in der Zeit des Coming-outs deine Rettung?
Fabian: Ich habe damals, als mir klar wurde, dass ich auf Männer stehe, einen immer noch sehr, sehr guten Freund kennengelernt. Er war und ist immer für mich da, wenn ich irgendein Problem habe. Vor allem aber hat er mich "eingeführt" in die damals doch sehr neue und andere schwule Welt hat mir Tipps gegeben, mich beim Coming-out unterstützt und mir geholfen, wo es geht. Dafür bin ich ihm bis heute unheimlich dankbar.

Was würdest du anderen Jungs aus der "Provinz" empfehlen, wie sie mit ihrer Homosexualität umgehen sollen?
Fabian: Das ist eine schwierige Frage. Es kommt immer darauf an, was für ein Umfeld man hat. Ich denke aber, das wichtigste ist, zu sich zu stehen und sich nicht zu verstecken. Wichtig ist auch, dass man jemanden hat, mit dem man gerade über dieses Thema immer sprechen kann eine gute Freundin, die Schwester oder so. Ganz wichtig ist auch, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, nur weil man vielleicht wenige schwule Kontakte und kaum Erfahrungen hat es kommt alles zu seiner Zeit; mal früher, mal später.

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Was ist dein Lebenstraum?
Fabian: Nächstes Jahr ein gutes Abitur zu schreiben, damit ich dann in meiner absoluten Traumstadt München studieren kann.
Auf was achtest du als Single besonders, wenn du jemanden kennenlernst, ?
Auf seine Ausstrahlung. Es kommt nicht immer nur aufs Äußere an er muss kein Model-Typ sein. Er muss eine tolle Ausstrahlung haben, die mich begeistert, mit der er mir den Kopf verdrehen kann. Er muss mich als Person faszinieren von seinen Interessen, Hobbys, Ansichten usw.

Wie alt warst du bei deinem ersten Zungenkuss und mit wem hattest du diesen?
Fabian: Ich war 14 das Datum werde ich nie vergessen, denn es war der 24. Dezember. Mit einem Jungen, den ich über dbna kennenlernte. Mehr wurde daraus aber nicht.

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Würdest du Sex beim ersten Date ausschließen?
Fabian: Ja. Wenn ich wirklich ehrliches Interesse an einem Jungen habe, will ich ihn erst richtig kennenlernen. Ein Kuss beim ersten Date ist absolut okay, in die Kiste steigen finde ich aber übertrieben und voreilig man kennt sich, finde ich, noch nicht genug, um diesen doch auch intimen Schritt zu gehen.

Was darf für dich in eine Beziehung niemals vorkommen?
Fabian: Langeweile. Sobald eine Beziehung langweilig und öde wird, ist das der Anfang vom Ende. Es muss spannend und abwechslungsreich sein, sonst ist man auch schnell genervt von seinem Freund. Eintönigkeit ist für mich schrecklich es gibt doch so viel, was man zusammen unternehmen kann, was gemeinsam viel mehr Spaß macht.

Mach mit!

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