Tobias aus Neuler

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Tobias aus Neuler
Tobias

Tobi spricht über seinen unglaublichen Gewichtsverlust und seinen Traum, einen eigenen Kindergarten zu eröffnen. Unser dbna'ler im Monat April.

Du hast eine unglaubliche Gewichtsabnahme absolviert und über 50 Kilogramm abgenommen. Was hat dich motiviert?

Tobi: Was mich motiviert hat? Es ist schwer zu sagen aber als der Arzt zu mir gesagt hat, dass ich nicht mehr lange leben würde, wenn ich so weiter mache, hat es bei mir im Kopf "klick" gemacht. Dazu muss ich aber auch sagen, dass die erste Staffel von "The Biggest Loser" einen Teil beigetragen hat. Als ich sah, dass einer 96 Kilo innerhalb kürzester Zeit abgenommen hat, hat es mich noch mehr motiviert das Gleiche zu tun.

Ich hatte 130 Kilo, habe 62 Kilo abgenommen in 1,5 Jahren mit sehr viel Sport und gesunder Ernährung, da ich mit 68 Kilo aber sehr abgemagert aussah, habe ich jetzt circa 75 bis 78 Kilo aber ich möchte entweder auf 73 Kilo wieder runter oder auf 75 Kilo. Ich brauche auch kein Sixpack. Ich bin stolz auf mich selber, dass ich es geschafft habe und bin auch zufrieden damit, dass ich jetzt schlank bin.

Tobias

Welche Charaktereigenschaften beschreiben dich am ehesten und warum?

Tobi: Ich bin humorvoll, zielstrebig, verständnisvoll, selbstbewusst, vertrauensvoll, ab und zu chaotisch, albern und realistisch. Da ich jeden Tag sehr viel lache und ich mit meinem Humor alle immer wieder zum Lachen bringe und gerne Späße mitmache. Ich bin aber auch eine Person, die sich bestimmte Ziele setzt und diese auch meistert, z.B. meine Ausbildung, Gewichtsabnahme. Ich bin ein guter Zuhörer, egal welche Probleme meine Freunde haben, sie können immer zu mir kommen, da ich auch jeder Zeit zu ihnen gehen kann, wenn etwas ist. Mir kann man auch vertrauen, wenn ich etwas vorhabe oder sage, dann halte ich es auch ein.

Ja ich bin ab und zu Chaotisch aber wenn das Leben nur eine Linie hätte, dann wäre es langweilig und deswegen muss es bei mir ein wenig Chaotisch sein, sodass ich jeden Tag Action habe. Ich bin sehr oft albern, das bedeutet nicht, dass ich nicht Erwachsen geworden bin sondern, dass ich einfach Spaß habe zu lachen und andere aufmuntere. Im Leben braucht man einfach regelmäßig einen Lachkrampf. Wenn ich ein langweiliges Leben möchte, dann kann ich mich zu Hause einsperren! Ich sehe mein Leben aber auch realistisch und überdenke alles öfters, sodass ich irgendwann keine Schwierigkeiten bekomme, egal bei was. Ich bin jetzt kein Perfektionist aber bei mir müssen Handlungen und Vorhaben einfach auch realistisch umsetzbar sein.

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Wie war dein Coming-Out?

Tobi: Mein Coming-Out war sehr erfolgreich und gut. Ich habe mich mit 18 Jahren geoutet, wusste aber schon mit 14 Jahren, dass ich eher auf Jungs stehe als auf Mädels. Ich dachte nur, dass ich in der Pubertät bin und das wieder vorbei geht. Als ich mit 16 Jahren meine erste Freundin hatte, wusste ich zu 100%, dass ich auf Jungs stehe. Man kann nie beschreiben, wie man gemerkt hat, dass man auf Jungs steht, es ist einfach so. Das gleiche Geschlecht sagt einem einfach mehr zu, als das Andere.

 Da ich mein Coming-Out jedoch noch verheimlicht habe und mir aber immer wieder anhören musste, wieso ich denn keine Freundin habe, habe ich mich mit 18 entschlossen es zu sagen. Zuerst habe ich es einer Freundin gesagt und dann meiner Mutter und allen Anderen. Jeder hat es super aufgenommen und kommt damit klar.

Jetzt bin ich 21 Jahre alt und es haben sich schon alle daran gewöhnt. Auch mein Coming-Out war daran schuld, dass ich angefangen habe abzunehmen, denn danach ist mir so ein großer Stein vom Herzen gefallen und ich keinen Druck mehr hatte, dass ich es verheimlichen muss. Durch das Verheimlichen habe ich mir selber geschadet und immer mehr gegessen und als es ausgesprochen war, habe ich super abnehmen können. Freunde, Familie und meine Schule wissen, dass ich auf Jungs stehe. Ich hänge es nicht an das "Schwarze Brett" aber wenn mich jemand fragt und es wissen will, dann gebe ich eine ehrliche Antwort und die, die nicht fragen, die wissen es halt nicht.

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Du machst eine Ausbildung zum Erzieher. Was hat dich dazu bewegt?

Tobi: Die Ausbildung zum Erzieher war eigentlich nicht bewusst angestrebt, denn zuerst wollte ich Koch werden und habe auch viele Praktika gemacht, jedoch ist mir bewusst geworden, dass es keine gute Arbeitszeiten sind und man auch nicht viel verdient, also beschloss ich Hobbykoch zu bleiben. Danach habe ich Kaufmann im Einzelhandel angestrebt, habe 1 Jahr das BK für den kaufmännischen Beruf in der Berufsschule gemacht, jedoch habe ich nach 180 Bewerbungen keine Stelle bekommen.

Ich musste ein Jahr überbrücken und entschloss mich dazu, dass ich ein Freiwilliges soziales Jahr (FsJ) mache. Das habe ich in einer Schule für geistig behinderte Kinder gemacht und seit dem möchte ich unbedingt Erzieher werden, da ich die Arbeit mit den Kindern liebe und es einfach gut tut, wenn man Freude und ein Lächeln zurückbekommt. Und jetzt ist bald mein 3tes Jahr der Ausbildung fertig, dann noch ein Jahr zur Anerkennung und ich habe meinen Traumjob. Ich habe dann vielleicht noch vor, dass ich Sozialpädagogik studiere oder Kinderpsychologie.

Was ist dein Lebenstraum?

Tobi: Mein Lebenstraum? Das ist echt schwer! Ich plane ungern für mehrere Jahre meine Zukunft, da es sowieso immer anders kommt, deswegen ist es schwer etwas dazu zu sagen aber ich habe vor, dass ich den richtigen Mann finde, mit ihm vielleicht ein oder zwei Kinder adoptieren kann und ich einfach ein glückliches und ergänzendes Leben habe. Klar sollte man die Zukunft planen, das mache ich auch aber nicht für Jahrzehnte. Wenn alles klappt, wie ich es mir mit meinem vielleicht späteren Freund vorstelle, dann möchte ich auch versuchen meinen eigenen Kindergarten zu eröffnen. Ich möchte einfach ein gesundes, lustiges, abenteuerliches, glückliches und ergänzendes Leben haben.

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Weitere Quellen: dbna, Tobias