Alles halb so schlimm

Redaktion Von Redaktion

Eines Tages ist es mir aufgefallen das ich doch eine schwäche für Jungs habe. Ich wollte es erst gar nicht wahr haben das ich Schwul sei und habe es versucht zu ignorieren, ohne Erfolg.

Nico, 19: Ich beschloss mit einen Account in sozialen Netzwerken wie Dbna zu erstellen, um mehr über das Schwulsein herauszufinden. Ich schrieb viel mit anderen Usern und eines Tages traf ich auf Ihn, den, den ich heute My little nennen kann.

Ja nun zu mein Coming-Out: Ich traf mich mit Ihm und mir wurde klar, dass ich Ihn nicht mehr vergessen kann. Wir gingen im Wald spazieren und lagen auf der Decke und erzählten über Gott und die Welt. Irgendwann wurde es zu kalt und wir gingen zu Ihm, seine Mutter war sehr nett und nahm mich sofort mit ein "Hallo" auf. Oben in seinem Zimmer kamen wir uns näher und immer näher. Beim ersten Treffen ging es gut denn ich log zu Hause und meinte ich sei in der City mit einem Kollegen. Als wir uns ein weiteres mal trafen hatte ich es vergessen und bekam eine Nachricht, dass sich meine Tante, ich wohne in einer Wohnung bei meinen Onkel und meiner Tante, sorgen machte und ich sagen soll wo ich bin.. Ich schrieb nur zurück: Ich bin um ca. 23.00 Uhr zu Hause, sorry total vergessen Bescheid zu geben, war unterwegs. Ich muss mit dir reden." Sie dachte ich habe etwas angestellt und wollte es sofort wissen, aber ich wollte ihr persönlich sagen, dass ich nicht nur Shoppen oder so, sondern bei meinen Freund war.

Am Abend als ich zu Hause ankam, meinte ich, unter vier Augen: Ich war nicht weg, sondern ich hatte ein Date. Sie freute sich und dachte, dass sei der Grund für mein verändertes Verhalten, aber sie wusste, dass mir noch was auf dem Herzen lag und harkte mal nach mit dem Worten: Nico, wie heißt denn der Glückliche? Ich grinste nur und dann hatte ich es ihr erzählt. Eigentlich wollte ich es noch bis zum Ende meiner Ausbildung verdeckt halten aber meine Cousine verplapperte sich bei meiner Oma die es so oder so schon ahnte und es positiv aufnahm. Als meine Cousine mir dieses Missgeschick beichtete, habe ich mir gesagt, dass ich es auch meiner Tante und meinen Onkel erzählen kann. Die beiden nahmen es so auf wie meine Oma und mein Onkel meinte nur: Siehst du, ich habe es dir gesagt Freund oder Freundin."

Meine Mutter erfuhr als letztes davon und wunderte sich warum ich es ihr nicht als erstes erzählt hatte. Ich erklärte ihr. dass ich mir die Leute aussuche denen ich etwas anvertraue. Meine Cousine war es weil ich wusste, dass sie nichts dagegen haben wird, da ihre Schwester einmal eine Freundin hatte und die sich quasi damit auskennt. Meine Mutter nahm es positiv auf und freute sich, dass ich dazu stehe und sie es auch hinnehme. Zu allen sagte ich nur ein Satz: Auch wenn ich jetzt einen Freund habe, bin ich immer noch ich und das wird solange so bleiben bis ich sterbe!"

Ein Coming-Out zu planen ist nicht einfach, aber es ist besser es so schnell wie möglich zu tun, um rechtzeitig zu erkennen, wer hinter einem steht und wer nicht. Meinen Kollegen ist es völlig egal ob ich schwul oder nicht schwul bin.

Coming-out

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