Keine Lust mehr auf Versteckspiele

Redaktion Von Redaktion

Als ich so zwölf, dreizehn Jahre alt war, bemerkte ich langsam aber sicher, dass ich mich nicht für Mädchen interessierte. Längere Zeit bis ich etwa 15 Jahre alt war, verdrängte ich den Gedanken, schwul zu sein.

Yannick, 17: Ich hatte mehrere Freundinnen, bei denen nicht mehr als ein Kuss auf die Wange passierte. Als ich mich dann das erste Mal in einen Jungen verliebte und mir sicher war, dass er meine große Liebe war, musste ich leider feststellen, dass er nicht so fühlte wie ich. Er war hetero.

Also begann ich zuerst mal mich im Internet über Homosexualität zu informieren. Ich meldete mich bei mehreren Gay-Communitys an, zunächst als bisexuell. Nun wollte ich mich nicht länger verstecken, da mir klar war, dass es nichts bringen würde, ich war bi.

Zuerst outete ich mich bei meinen Eltern, ich bestellte sie gemeinsam mit meiner kleinen Schwester in mein Zimmer. Meine Schwester (14) war total begeistert, einen großen schwulen Bruder zu haben, meine Eltern nahmen es total locker. Nach etwa zwei bis drei Wochen wurde ich am Esstisch darauf angesprochen, ob ich nicht doch ganz schwul sei.  Da es mir insgeheim bewusst war, sagte ich schlicht und einfach Ja.

Mir fiel ein großer Stein vom Herzen und ich outete mich nun bei meiner restlichen Verwandtschaft und bei meinen Freunden. Auch von ihnen kamen vorwiegend positive Reaktionen.

Natürlich dauerte es nicht lange und meine ganze Schule wusste, dass ich schwul bin. Zunächst fingen sie an, mich fertig zu machen, doch als ich auf die Mobbingattacken nicht einging, hörten sie auf und nun war ich bei allen geoutet.

Ich bereue nichts und kann nur zu einem Coming-out raten!

Coming-out

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