8,5 Millionen Euro Strafe

Redaktion Von Redaktion
8,5 Millionen Euro Strafe
Universal Music

Der Pop-Star Madonna wurde nach einem Konzert am 9. August in St. Petersburg (Russland) von Anti-Gay-Aktivisten und Gläubigen auf umgerechnet 8,5 Millionen EUR Schmerzensgeld verklagt. Der Vorwurf: "Homo-Propaganda".

Madonna soll während eines Konzerts in der russischen Metropole das städtische Verbot der Propaganda von Homosexualität unter Minderjährigen verletzt haben. (dbna berichtete)

So wurden unter anderem rosarote Armbänder während des Konzerts verteilt, die die Fans zum Ausdruck ihrer Solidarität gegenüber von Schwulen und Lesben in die Höhe hielten. Es wird geschätzt, dass gut ein Drittel des Publikums unter dem Ausruf Madonnas "Die Homosexuellen hier und überall auf der Welt haben die gleichen Rechte!" die Arme hob.

Für die Gegner der Sängerin war es auch eine Provokation, dass Madonna eine Regenbogenfahne mit der Aussage "No Fear" präsentierte. Von dieser Flagge aus Pappe waren zuvor von der Homo-Gruppe "Coming out" 330 Stück verteilt worden. Zudem soll die Sängerin ein orthodoxes Kreuz mit Füßen getreten haben.

"Schaden" für die Stadt

"Wir, die Einwohner der Kulturhauptstadt, haben einen immensen moralischen Schaden erlitten", sagte die Sprecherin gegenüber einer Nachrichtenagentur. 50 Prozent der Schadenssumme sollten in das Stadtbudget fließen.

Vitali Milonow, Urheber des Vebots von "Homo-Propaganda", ließ mitteilen: "Wir haben Zeugen und Aufnahmen, die bestätigen, dass auch 12-jährige Kinder unter den Zuschauern waren Wir planen eine Klage an die Justizorgane, damit entweder sie selbst oder die Veranstalter als Verletzter des Gesetzes anerkannt werden."

Eine Stellungnahme von Madonna gibt es dazu noch nicht.

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Weitere Quellen: berlinderumschau.com, welt.de, stern.de, Universal Music