Directors Cut – Reggae against the Machine

Redaktion Von Redaktion
Directors Cut – Reggae against the Machine
Tobias Müller - Directors Cut

Auf dem neuen Album wird Homosexualität in mehreren Songs thematisiert und das auf eine Art und Weise, die es vorher noch nicht gegeben hat.

Directors Cut präsentieren ihr neues Album "Reggae Against the Machine live". Der Sechser aus Hamburg baut auf ein fettes Fundament aus dicken Bässen, Drums und Synthies. Dancehall und Reggae bringen euch in Bewegung, deutscher Rap und tighte Background-Vocals halten euch bei Laune.

In zehn Jahren Bandgeschichte bewiesen Directors Cut ihr Entertainer-Potential nicht nur in zahllosen kleinen Clubs, sondern auch auf großen Bühnen - so zum Beispiel im Vorprogramm von Acts wie Dellé, D-Flame, Ohrbooten, Talco oder Karamelo Santo. Das Material vom neuen Album ist elektronischer geworden, der Sound aufgeräumter, die Themen ernsthafter und die Texte deutscher. Live gilt aber immer noch das gleiche Motto: nach vorne.    

Directors Cut sind zurück und sie haben was zu sagen: Am 30.01.2015 erscheint ihr Album Reggae against the Machine. Die Platte ist eine persönliche, direkte Ansage, mit der sich die Hamburger Band deutlich vom Rest der deutschsprachigen Reggae/Dancehall-Szene absetzt. "Ich bin in keiner Szene und ich will in keiner sein", rappt Tobbe Müller, Gründer und Kopf der Band trotzig. Er hat seine Gründe.

Tobias Müller - Directors Cut

Als schwuler MC stößt ihn die religiöse Homophobie vieler Reggae-Künstler ab; und der deutsche HipHop mag in Sachen Toleranz in den letzten Jahren aufgeholt haben ein Song wie Directors Cuts "Kontaktanzeige" ist trotzdem immer noch ein unerhörtes Statement.

Mit dem Label der schwulen Protestband wollen Directors Cut allerdings auch nicht nicht beklebt werden. Homosexualität ist nur eines von vielen privaten und gesellschaftlichen Themen auf Reggae against the Machine. Die Platte ist nicht nur textlich, sondern auch musikalisch vielfältig dicke Bässe, tanzbare Beats, Synthies und organische Sounds haben auf dem Album gemeinsam Platz.

Tobias Müller - Directors Cut

Die sechsköpfige Gruppe baut auf ein fettes Fundament aus Drums, Keys und Bass. Zwei Sängerinnen und Frontman Tobbe bilden die Vokal-Sektion. Ab Januar präsentieren Directors Cut das neue Material live.  

Für die Arbeit an Reggae against the Machine zog sich Directors Cut ab 2012 zurück. Stil, Besetzung und eine neue Ernsthaftigkeit unterscheiden das Album von früheren Veröffentlichungen. Gitarren und das Bläser-Set machten Platz für einen aufgeräumteren, elektronischeren Sound mit einem deutlicheren Fokus auf die nunmehr fast ausschließlich deutschsprachigen, gerappten Texte. Das Album wurde 2014 in Hamburg aufgenommen. Im Sommer 2014 entstanden zudem zwei Musikvideos zu den Singles "Szene" und "Kontaktanzeige".

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Weitere Quellen: Tobias Müller - Directors Cut, Tobias Müller - Directors Cut