Ein Plädoyer für Toleranz

Redaktion Von Redaktion
Ein Plädoyer für Toleranz
Universal Music Group

Nach ihrem überaus erfolgreichem Debütalbum "The Fame" sowie "The Fame Monster" legt Lady GaGa mit der ersten Single des dritten Studioalbums "Born This Way" nach.

Vor wenigen Tagen war es soweit: Der Song "Born This Way" von Lady GaGa feierte Radiopremiere und stand zeitgleich bei iTunes zum Download bereit. Es ist ein Schlüsselmoment in der Karriere der Popdiva, die nach den Überfliegeralben "The Fame" und "The Fame Monster" große Erwartungen seitens der Fans und ihres Managements zu erfüllen hat. Und tatsächlich scheint ihr diese Bewährungsprobe bereits jetzt gelungen zu sein.

Nur 3 Stunden brauchte es, bis dieser Song die amerikanischen iTunes-Charts anführte. Derselbe Erfolg gelang Stefani Germanotta, wie die Künstlerin mit bürgerlichem Namen heißt, in 21 weiteren Ländern. Somit war sie die erste Künstlerin, die in so vielen iTunes-Charts der Welt zeitgleich Platz 1 belegte. Ähnlich historisch ist der Zufall, dass "Born This Way" die 1000. Nummer 1 der amerikanischen Billboard Charts ist. Darüber hinaus ist auch zu erwarten, dass der Song aufgrund seines Inhaltes für eine lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.
  

Universal Music Group, www.OliverRauh.com

Eine Hymne der Gleichberechtigung - größtenteils
Lady GaGa setzt sich in dem Liedtext sowohl mit der Diskriminierung ethnischer als auch sexueller Minderheiten auseinander. Unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder sexueller Identität verbindet eines der Aussage des Songs zufolge jeden Menschen: Gott schuf jeden einzelnen fehlerfrei, weshalb man sich nicht für das verstecken braucht, was man ist. Eine nette, glaubhafte Geste gerade in Richtung ihrer schwulen Fans.

Einen bitteren Beigeschmack bekommt der Song jedoch durch politisch inkorrekte Formulierungen wie "chola descent" oder "[youre] orient" für Lateinamerikaner und Asiaten. Gerade in einem Song über Gleichberechtigung sorgen solche Ausdrücke zu Kritik. Zudem wird der Sängerin vorgeworfen, dass sie die Grenze der Musik überschreitet und diese nur noch als Mittel zum Zweck einsetzt, um ihre politischen Ziele, wie etwa die Einführung der Homo-Ehe, voranzutreiben. Einige Kritiker bezichtigen die Sängerin gar des Plagiats. So soll "Born this way" Passagen von Dusty Springfields gleichnamigem Lied enthalten. Wieder andere erinnert der Song stark an Madonnas "Express Yourself".

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Ein neues "I Will Survive"
Madonna jedoch hat Lady GaGa grünes Licht gegeben und gesagt, dass sie Sympathien für "Born This Way" hegt. Elton John, mit dem GaGa derzeit in einem Disneyfilm zu hören ist, beschwor sogar, dass ihr neuester Streich unter Schwulen denselben Rang einnehmen wird wie "I Will Survive" von Gloria Gaynor. Ganz gleich, ob sich diese Prophezeiung bewahrheiten sollte, Lady GaGa ist es wieder einmal gelungen, mit "Born This Way" die gesamte Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen.

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Weitere Quellen: Universal Music Group, www.OliverRauh.com