Elton John kritisiert Verbot von "Homo-Propaganda"

Andreas Graf Von Andreas Graf
Elton John kritisiert Verbot von "Homo-Propaganda"
Ernst Vikne/Flickr/CC BY-SA 2.0

Bei einem Konzert in Moskau hat Popstar Elton John (66) öffentlich auf der Bühne das Verbot der "Homo-Propaganda" kritisiert. Er widmete seine Show einem 23-jährigen Russen, der aus Schwulenhass ermordet wurde.

Er sei sehr traurig und schockiert über die Gesetzgebung, die positive Äußerungen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen vor Minderjährigen unter Strafe stellt. Das sei unmenschlich und isolierend, sagte der Musiker. Jede Form von Diskriminierung sei schlecht für eine Gesellschaft.

"Ich habe es immer geliebt, hierher in dieses Land zu kommen", sagte Elton John weiter. "Ich liebe Russland, seine Kunst und Kultur. Aber vor allem liebe ich euch, die Menschen."

Der Brite betonte, dass die Musik die Leute zusammenbringe und es dabei egal sei, welcher Rasse, welchen Alters, welcher Religion oder welcher Sexualität sie angehörten.

Seine Ansprache wurde auf einer großen Leinwand ins Russische übersetzt.

Zudem widmete Elton John sein Konzert Wladislaw Tornowoi. Der 23-Jährige wurde im Mai in Wolgograd aus Schwulenhass gefoltert und ermordet (dbna berichtete).

Elton John heiratete 2005 seinen langjährigen Lebenspartner David Furnish. Sie haben zwei Kinder. Patentante beider Kinder ist Lady Gaga.

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Weitere Quellen: ORF/Wikipedia, Ernst Vikne/Flickr/CC BY-SA 2.0