Musikvideo über Homophobie im Fußball

Redaktion Von Redaktion
Musikvideo über Homophobie im Fußball
Youtube/Marcus Wiebusch

Mit seiner Indie-Rockband Kettcar wurde Marcus Wiebusch in Deutschland berühmt. Nun hat sich der Sänger mit seinem Solo-Projekt einem ganz anderen Thema gewidmet: der Homophobie im Fußball. Da gilt Homosexualität noch immer als Tabu - ganz besonders unter vielen Fans.

Schwule Fußballer sind eine Rarität. Am bekanntesten ist in Deutschland wohl Thomas Hitzlsperger, wobei sich dieser auch erst nach seiner aktiven Karriere als schwul outete. Noch immer fürchten Profifußballer nicht nur um ihre Position in der Mannschaft, sondern vor allem auch bei den Fans. Schwul-Sein, so viele Experten, bedeutet im Fußball automatisch auch "Ausgegrenzt-sein". Sei es in der Umkleide, mit der Mannschaft in der Dusche oder auf dem Platz. Diesem ernsten Thema widmet sich Wiebusch mit harten Worten.

In seinem deutschsprachigen Song "Der Tag wird kommen" erzählt er von einem kleinen Jungen, der große Ambitionen hegt und schnell von der Kreisliga zum Profi-Fußball aufsteigt.

Youtube/Marcus Wiebusch

Eigentlich will er nur gegen den Ball treten, zugleich belastet ihn aber auch seine Homosexualität. Zwar outet sich der fiktive Charakter im Song recht früh, gerade im Profi-Geschäft angekommen, wird ihm aber eine erfundene Freundin an die Seite gestellt - Homosexualität? Lieber nicht!

Homophobie in unserer Gesellschaft

Die verheimlichte Homosexualität belastet den frischgebackenen Profifußballer und wird zum Paradebeispiel einer Gesellschaft, in der Homosexuelle noch immer nicht vollständig akzeptiert sind - ganz egal wie häufig das Gegenteil behauptet wird. Wiebusch erzählt auf insgesamt über 9 Minuten eine Geschichte, die so zum Sinnbild von Sport und Gesellschaft wird.

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