Nippel an die Macht

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Nippel an die Macht
YouTube/Benjamin Scholz

Ben Scholz und Oliver Schubert verstehen nicht, wieso Facebook Hasskommentare toleriert, nackte Brüste aber zensiert. Deshalb haben sie wieder einen Song geschrieben, mit dem sie beweisen: Kritik kann unterhaltsam und geistreich sein.

Dass Facebook Hasskommentare gegen Flüchtlinge oder Homosexuelle stehen lässt oder erst nach langer Zeit löscht, stößt immer wieder auf Kritik. Vor allem, weil das soziale Netzwerk bei nackten Brüsten umso schneller reagiert. Die werden oft nach wenigen Stunden gelöscht. 

Nackte Tatsachen sind ein Dorn im Auge von Facebook. Blanker Hass dagegen wird oft toleriert: "Sie müssen nur den Nippel auf der Timeline sehen, das reicht den Chefs von Facebook gleich, um durchzudrehen", singen deshalb Ben Scholz und Oliver Schubert.

Eindeutige Botschaft: Mehr Nippel für Facebook

Das Duo hat mal wieder gemacht, was es am besten kann: Bestehende Verhältnisse auf geistreiche, kreative und lustige Art zu kritisieren. Dafür haben sie Maik Krügers Klassiker "Der Nippel" umgedichtet zu "Nippel an die Macht".

Im Video werden allerhand rechtspopulistische und genderfeindliche Akteure durch den Kakao gezogen: Lutz Bachmann, Birgit Kelle oder Akif Pirinçci. Die Botschaft von Ben und Oliver ist eindeutig. Mehr nackte Brüste für Facebook, damit die Kritik am sozialen Netzwerk ankommt. 

Der Song ist nicht der erste, in dem die beiden Kölner ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Davor haben sie schon das "Lied für die besorgten Eltern" geschrieben sowie einen "Ehe für alle"-Song auf Basis von "Verdamt, ich lieb dich" von Matthias Reim. Ben ist auch durch jungsfragen bekannt, einem YouTube-Kanal, in dem er alle möglichen Fragen beantwortet, die Jungs in der Pubertät haben.

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Weitere Quellen: YouTube/Benjamin Scholz