The Scissor Sisters

Redaktion Von Redaktion
The Scissor Sisters
Universal Music

dbna-Autor Meik hat sich das Album "Night Work" für euch angehört.

2007 landeten die Scissor Sisters mit ihrem Song "I DontFeel Like Dancing" einen weltweiten Überraschungshit, doch konnte sich ihrErfolg in den nachfolgenden Singles "Laura", "The Last Song" oder "Shes MyMan" außerhalb Großbritanniens trotz ähnlich hoher Ohrwurmqualität undzumindest bei "Shes My Man" auch einem einfallsreichen, witzigen Videos nichtwiederholen.

Unter anderem deswegen fiel Sänger und Songwriter Jake Shears ineine Phase, in welcher er unteranderem kurz vor Abschluss der Studioarbeitenzum Nachfolgealbum sämtliche Resultate verwarf und sich und den anderenBandmitgliedern eine Pause gönnte.

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In dieser Pause kam er nach Berlin, eine nahezu magischeStadt, die bereits mehreren Künstlern über eine Schaffenskrise hinweg half.Genauer gesagt erkundete er dort vor allem das Berliner Nachtleben und wardavon dermaßen fasziniert, dass das Album "Night Work", welches wir nun in den Händen haltendürfen, ausschließlich vom pulsierenden Nachtleben einer Großstadt handelt.

 Erste Single war "Fire With Fire", in der es um eineBeziehung geht, die kurz vor einer Trennung noch gerettet werden konnte. Imentsprechenden Video sieht man die Band in einem Partybus durch eine Stadtfahren, womit ein Gefühl dargestellt wird, welches das gesamte Album treffendbeschreibt, das Gefühl einer großen 80er-Mottoparty.

Diese Single klingt nichtgerade nach dem schrillen, verrückten Jake Shears mit seiner unglaublich hohenStimme in "I Dont Feel Like Dancing", doch hört man sich das gesamte Album an,erkennt man anhand von Liedern wie "Invisible Light" oder "Any Which Way", dasstrotz überworfener Konzepte immer noch die schon fast typischen hohen Tönegesungen und getroffen werden.

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In letzterem Song, welcher die zweite Single sein wird,singt übrigens Kylie Minogue, welche erst vor kurzem ihr eigenes Album"Aphrodite" herausgebracht hat, eine Bridge. Unweigerlich erhält man durch diehäufigen Auftritte ihrerseits bei Konzerten der Scissor Sisters (z.B. beimGlastonbury Festival (s.u.) oder bei diversen Auftritten in Australien, demHeimatland der Minogue)den Eindruck, dass ihr mehr an deren Erfolg als an ihremeigenen liegt.

Der Inhalt des Songs ist doppeldeutig wie eh und je, wobeigerade Minogues Part deutlich macht, dass es im Nachtleben oftmals doch nur um"das Eine" geht. 

Darin sehe ich jedochauch ein großes Manko bei diesem Album, es geht immer nur um das Eine,um 80er-Musik, welche von Track zu Track nicht einmal großartig variiert wird;es entsteht schnell ein eintöniger Eindruck. Natürlich mit einigen, sehr guthörbaren Ausnahmen, aber insgesamt sticht das Album nicht aus der Masse hervor.

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