Tom Goss: Der Pfarrerssohn ist schwul

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Tom Goss: Der Pfarrerssohn ist schwul
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Der Singer/Songwriter Tom Goss interpretiert den Klassiker "Son Of A Preacher Man" neu und gibt der Story einen schwulen Dreh. Doch der Priester ist davon gar nicht begeistert.

Eine streng religiöse Gemeinde in den USA. Der Priester hetzt gegen Schwule und lesben. "Ihr könnt nicht an Gott glauben und Homosexuelle akzeptieren", ruft er den Menschen in den Kirchenbänken zu. "Es ist möglich, sich zu ändern. Mit Gott ist alles möglich", endet er seine Preidgt.

Der schwule Singer/Songwriter Tom Goss nutzt den Klassiker "Son Of A Preacher Man" der lesbischen Dusty Springfield für eine schwule Liebesgeschichte unter Teenagern. Anfangs sind die zwei Jugendlichen nur Freunde, sind zusammen in der Natur, reißen nachts von zu Hause aus.

Doch ein Happy End - sie rennen Händchen haltend aus der Kirche

Dann küssen sie sich, mitten an einem sonnigen Tag, mitten im Garten des Pfarrers. Der ist gar nicht begeistert davon, seinen Sohn auf einem anderen Jungen zu sehen. Er zerrt sie auseinander, rastet aus.

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Die Familien der zwei Jungs akzeptieren nicht, dass sie schwul sind.

Die Familien der zwei Jungs akzeptieren nicht, dass sie schwul sind.

Die Familie des anderen Jugendlichen reagiert ähnlich. Der will sich am Ende sogar umbringen. Doch dann eilt er zur Kirche. Beide Jungs umarmen sich und rennen Händchen haltend raus. Doch ein Happy End.

Tom Goss wollte selbst katholischer Priester werden

Mit seinem Video macht Tom Goss auf Hilfsangebote für LGBTIQ*-Jugendliche aufmerksam, etwa das Trevor Project sowie PFLAG, die Organisation von Eltern von LGBTIQ*-Kindern.

Der Sänger kann sich selbst mit dem identifizieren, was er im Video zeigt: "Die Geschichte ist mir einfach sehr vertraut. Ich wollte eigentlich mal katholischer Priester werden und habe nach dem College sogar 18 Monate im Seminar gelebt und studiert. Dann hatte ich mein Coming-out. Ich hatte mit 13 schon versucht, mich umzubringen. Die Gründe dafür waren andere, aber auch diese Situation kenne ich."

Tom Goss setzt sich seit vielen Jahren für die LGBTIQ*-Community ein. Er findet, dass nicht genug für diese Gruppe relevanter Inhalt produziert werde. "Viele Leute fürchten sich davor, über diese Themen zu sprechen", sagt er. Der Sänger nicht: Letztes Jahr hat er mit "Breath and Sound" eine Hommage an die Vielfalt der Liebe geschrieben.

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