Verdammt, ich trau mich, trau mich nicht

Fabian Schäfer Von Fabian Schäfer
Verdammt, ich trau mich, trau mich nicht
Benjamin Scholz/YouTube

Zur Melodie von "Verdammt, ich lieb dich" haben Benjamin Scholz und Oliver Schubert das Lied zur Ehe für alle produziert. Das Ergebnis: Ein Ohrwurm und gleichzeitig Kritik zum Mitsingen.

"Aber die Gleichsetzung mit der Ehe ist kein Ziel dieser Bundesregierung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Genau mit diesem Satz beginnt das neue Lied des Duos Benjamin Scholz und Oliver Schubert. "Verdammt ich trau mich, ich trau mich nicht, du hast mein Ja-Wort, du hast es nicht", singen die Kölner dann zur berühmten Melodie von "Verdammt, ich lieb dich" von Matthias Reim.

"Verdammt wir traun uns, wir traun uns nicht - denn Deutschland traut sich nicht." Denn genau damit drücken die beiden Sänger aus, was Realität ist: Viele Schwule und Lesben trauen sich und wollen gerne heiraten, doch der Staat lässt sie keine mit der Ehe gleichgestellte Verbindung eingehen. 

Kritik zum Mitsingen

Entstanden ist ein Ohrwurm, der trotz aller Parodie eine echte Kritik an den bestehenden Verhältnissen ist. Dasselbe haben beide Künstler bereits mit ihrem "Lied für die besorgten Eltern" getan: Kritik zum Mitsingen. Das Musikvideo für "#EheFürAlle" wurde am Kölner Rheinufer gedreht. Über eine Facebook-Veranstaltung haben die beiden dazu aufgerufen, sich am Dreh zu beteiligen. Darüber haben die beiden auch ein Making-Of erstellt.

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Weitere Quellen: Benjamin Scholz/YouTube